Auf dem Mittelalterblog gibt es immer wieder heftigste Angriffe gegen Mittelaltermärkte. Nichts ist gut und vor Allem authentisch genug. Und außerdem sind, außer dem Blogbetreiber und seinen Anhängern, sowieso Alle nicht kompetent oder geeignet sowas zu beurteilen.
Ich konnte mich heute nicht zurückhalten eine Meinung dazu zu posten, die ich auch hier einmal zur Diskussion stellen möchte.
Mein Kommentar dort:
Meiner Meinung nach sollten sich all die ach so klugen und allwissenden Kritiker von Märkten doch einfach mal ranmachen und den optimalen Mittelaltermarkt selbst organisieren. Wo es ausschließlich authentisch zugeht, keine Musik die nicht in die Epoche passt gespielt wird, kein Essen, dass es im MA nicht gab und keinerlei falsche Kleidung. Keine Zelte die nicht wirklich einem mittelalterlichen entsprechen. Keine versteckten Kühlboxen, Handys oder so. Keine Toiletten sondern einen Donnerbalken o.Ä.
Und natürlich ohne jegliche Beleuchtung. Denn im Mittelalter waren Kerzen oder Lampenöl viel zu kostbar um sie auf sowas zu verschwenden.
Nur gaaanz wenig Adel aber viele Bauern und was es so gab. Heerlagergruppen darf es dann auch nicht geben, denn sowas gab es im MA auch auf keinem Markt.
Und dann mal schauen, wie es den Besuchern gefällt, denn ohne die kann kein Markt existieren.
Und dann auch noch alle Unkosten erwirtschaften, denn die sind nicht gering.
Vielleicht kommt dann die Erkenntnis, das ein MA Markt kein Museum ist, die Besucher dort unterhalten werden wollen und die sogenannten Reenactor nicht allein die Gnade der Allwissenheit haben. Woher der sog. Lehrauftrag, den manche glauben zu haben, kommt, weiß eh kein Mensch.
Ohne GroMis und Touris gäbe es keine Märkte, die man zur eitlen Selbstdarstellung nutzen könnte. Wer solche Märkte nicht will, muss eben auf private Gewandetentreffen gehen.