Sonntag, 20. März 2011

Workshop *Mittelalterliches Kochen*




Gestern war ich den ganzen Tag auf einem Workshop für mittelalterliches Kochen. Frauke vom freyen Lager zu Fyrk hatte zum 2. Mal ins Naturfreundehaus Theegarten in Solingen eingeladen und ca. 16 kochwütige Eleven kamen dorthin. Diesmal auch Lidania und ich.

Was dann kam war für meine Diätambitionen das reine Gift aber auch eine solche Gaumenfreude.

Es gab 3 Vorspeisen. Eine Art Muffins
mit Schinken und Zwiebeln, reichlich Knoblauch und Schnittlauch und Käse. Sehr lecker! Dazu noch Blätterteigpastetchen mit Hühnchen und als Drittes in Kräutern gedünstete Pilze. Yummie!




Danach ging es an die Hauptspeisen. Waren
die Vorspeisen noch in der Küche im Backofen hergestellt, ging es nun ans Feuer. In einem Kessel wurde mit reichlich Schwarzbier und Lauch und zartem Rindfleisch eine wunderbare gehaltvolle Suppe gekocht, die dann in einem Napf aus Brot serviert wurde. Dazu gab es einen Salat nach keltischem Rezept. Außerdem eine Kräuterbutter, Aioli und eine Schafkäsezubereitung nach römischer Art.

Hier die Zutaten für die Suppe.

Der zweite Hauptgang war ein Schweinekrustenbraten. Auch dieser wurde am Lagerfeuer zubereitet und ganz zart. Allerdings schien auf dem Weg vom Feuer zum Tisch die Kruste abhanden gekommen zu sein. Aber lecker war e
r.



Der krönende Abschluss waren dann noch zwei Süßspeisen aus dem Mittelalter. Die Eine, Nonnenfürzchen, waren extrem leckere ausgebackene Küchlein aus Brandteig. Erinnerten sehr an die rhein
ischen Mutzen. Das Zweite war ein Gericht aus Kirschen, geriebenen Mandeln, Milch und allerlei leckerem, welches sich Konkavelite nannte. Geschmacklich sehr an Marzipan erinnernd. Leider bin ich gegen Mandeln allergisch, so dass ich davon nicht allzuviel aß.




Nach diesem ausgiebigen und langwierigem Mahle gab es abends am Lagerfeuer noch Tschai mit und ohn
e Alkohol. Allerdings war es sehr kalt und da brauchte man auch so ein heißes Getränk.

Natürlich wurde auch Musik gemacht und
sogar getanzt.
















Alles in allem, es war super interessant und sehr lecker. Wer sich für das eine oder andere Rezept interessiert, kann sie melden. Ich schicke sie gerne per Email zu.

Alle Fotos sind von Lux Homini.

Kommentare:

Pieps™ hat gesagt…

Jo, dat wa' bestümmt voll gut da :>

Okeeeeh, dann wörd' ich nämlich gerne wissen, wie die Suppe ging, der keltische Salat un' die Schafskäsezubereitung. Nur könntest du felleich' in Druckbuchstaben schreib'n? Weil Schreibschrift kann ich nich' so gut! Un' wennste grad dabei bis', Ma'zipan find' ich au' voll lecker!

MOONDAUGHTER hat gesagt…

Ui, das hört sich sehr, sehr lecker an! Ich glaub, das hätte mir auch Spaß gemacht, findet so etwas regelmäßig in Solingen statt?

Liebe Grüße an dich!

FrauJudith hat gesagt…

Lecker, ich krieg Hunger!
Nonnenfürzchen, wie fein...
Ich mag diese mittelalterliche Namensgebung.

Lieben Gruß,
Judith

Hexe hat gesagt…

@Moondaughter
Das war jetzt das zweite Mal. Ich glaube, es soll weiter geführt werden. Allerdings nicht allzu oft. Der Termin wird immer im Forum www.mittelalterfreun.de bekannt gemacht.

Ashmodai hat gesagt…

Was für ein toller Workshop!

Ray Gratzner hat gesagt…

Liebe Hexe,
ich finde Ihr seid auf den Photos alle wudnerbar gewandet und da ich im Moment ein wenig Hunger verspüre, waren die Fotos eine echte Herausforderung an mich. Mann habe ich Hunger bekommen...

Liebe Grüße Rainer

Anonym hat gesagt…

hallo:-))

na, das sieht ja supi auch!! und in geselliger runde machts doch gleich viel mehr spass:-)) viele liebe ostara grüsse:-)) die sonnengewand^^v^^

danny hat gesagt…

Ich muss ja schon sagen, dass es sehr lecker aussieht. besonders der Schweinekrustenbraten, der auch ohne Kruste lecker war. Das hat bestimmt viel Spass gemacht. Da wäre ich auch gerne dabei gewesen.

Andy hat gesagt…

Sieht ja vielversprechend aus. Probieren würde ich die Speisen ja auch gerne! nur Kochen nicht:-)

PM hat gesagt…

Liest sich ja richtig lecker, was Ihr da gekocht habt. Da wird man ja richtig neidisch!

Ich habe in einer Reenacter-Zeitschrift hin und wieder schon mal Rezepte für mittelalterliche Gerichte gefunden, hatte aber nie recht den Mut, die mal auszuprobieren.
Wer weiß, wenn man wieder so ein Kochkurs im Naturfreundehaus ist und wir das rechtzeitig mitkriegen, dann schließe ich mich den kochwütigen Eleven an :-)

Ausgebackene kleine Brandteig-Kügelchen hat übrigens auch meine Oma noch Nonnenfürzchen genannt. Der Name war also zumindest im ehemaligen Ostpreußen noch nicht sooo veraltet.

Viele Grüße
Petra

BücherHexe hat gesagt…

yummi yummi das hört sich ultra lecker an, mir läuft das Wasser im Mund zurecht =)