Donnerstag, 29. Dezember 2011

Das Knut Gefühl

Ein großes schwedisches Möbelhaus erzählt uns momentan wieder von Knut und dem Knutgefühl. Knut sagt:"Du brauchst etwas Neues."

Ja, so ist es wirklich. Ich trage mich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, unsere Räume zu verändern. Nur, kosten soll es möglichst nix. Und Tom muss ja auch damit einverstanden sein.So trug ich ihm vor ein paar Tagen meine Ideen vor und....ja, er fand es gut.

Heute haben wir angefangen. Im Wohnzimmer haben wir die Essgruppe, die nicht mehr schön war, rausgeworfen.

An den freien Platz kommt morgen mein Schreibtisch, der bisher ungenutzt im Schlafzimmer stand. An die Stelle des Schreibtisches kommt nun meine ererbte Reisetruhe, die ihren Platz bisher in der Diele hatte.

Und auf die frei gewordene Wand in der Diele kommen nun zwei hölzerne "Keller"regale, die unsere in allen Ecken gestapelten heimatlosen Bücher und Fotoalben aufnehmen sollen.

Das wird eine Menge Arbeit morgen aber ich freu mich schon darauf es fertig zu sehen. Endlich werde ich meinen schönen Schreibtisch nutzen können und die Bücher sind verstaut.

Knut Kosten bisher:

2 Holzregale 25 €
Schrauben, Dübel usw. 5 €
Lampe für die Küche 5 €


Dienstag, 27. Dezember 2011

Mein 2011 - so eine Art Rückblick

Januar - das zweite Usertreffen des, leider nicht mehr bestehenden, Forums Mittelalterfreun.de fand statt. Im großen Saal der Taverne Zu-den-vier-Winden in Bochum kuschelten sich ca. 80 Gäste. Es gab ein Buffet und 3 Live-Gruppen spielten auf.

Februar- Die Proben zu unserer neuen CD sind im Gange.
Und Triskehle durfte einen Geburtstag bespaßen. Ein Lehrer aus Velbert feierte seinen 60. in dem schönen Schloss Hardenberg.

März- Hurra, ich habe wieder Arbeit! Seit dem 1.3. arbeite ich in einem großen Solinger Unternehmen.
Und zum ersten Mal nehme ich an einem mittelalterlichen Kochseminar teil. Das macht wirklich Spaß. Zwei Tage lang lerne ich leckere Rezepte aus dem Mittelalter kennen.

April- wir sind wieder im Studio! Unsere zweite CD wird aufgenommen. Zusamme
n mit vielen guten Freunden nehmen wir 12 Stücke auf. Alle Texte und die Hälfte der Melodien sind aus Lidanias und meiner Feder. Die anderen Melodien sind alte Volkslieder aus Finnland, Russland, Sardinien, Mazedonien, Schweden und England.
Außerdem haben wir unseren ersten offiziellen Auftritt mit unseren neuen Mitglied Tiburon. Die Flints Buccaneers laden zum Piratenmahl in den Neusser Stiftskeller ein.
Unsere liebe Freundin Strubbel feiert ihren 45. Geburtstag und wir sind dabei.
Und der 30. April, Beltane, ist unser großer Tag. Die neue CD ist fertig und wir
d erstmals auf dem Mittelaltermarkt im Dortmunder Zoo vorgestellt.

Mai- kein schöner Monat. Meine gute Freundin und politische Genossin Gisi stirbt plötzlich und unerwartet an den Folgen eines schweren Schlaganfalls. Wir Alle sind geschockt und traurig.
Aber es gibt auch schöne Tage. Der Geburtstag meiner Enkelin Lara und der Geburtstag einer guten Bekannten, der auch wieder im Stiftskeller gefeiert wurde. Trotzdem kann ich bei dem Lied *Das Weltentor* kaum die Tränen zurückhalten.
Und gegen Ende Mai beginnt die Triskehle Saison. Mit dem Ritterspektakel in Essen-Huttrop und dem Markt am Naturfreundehaus Ebberg starten
wir mit zwei Benefizveranstaltungen.

Juni- ein fulminanter Sasionstart mit dem Kultmarkt in Dortmund-Mengede. Einfach großartig, was man mit vielen befreundeten
Musikern und Gauklern auf die Beine stellen kann, wenn der Veranstalter freie Hand signalisiert.
Pfingsten in Bad Hönningen, schön am Rhein, wie immer. Und Montags als Besucher auf Burg Satzvey, unsere Freunde von Frendskopp überraschen. Auch mal schön.
Mein erster Urlaub in der neuen Firma geht zuende und wir eröffnen eine neue Taverne in Oberhausen. Der letzte Termin im Juni, der wunderbare Markt in Warendorf.
Nicht zu vergessen Toms und mein 5. Hochzeitstag.

Juli- der Monat ist geprägt von meinem Lieblingsmarkt in Ingelheim. Diesmal wieder besonders schön, da unser lieber Freund Charly von der Miroque Zeitschrift und Tuncay Erol, der unser CD Cover gestaltete, dort auf uns trafen. Der Höhepunkt war allerdings ein Treffen mit Aresius, einem guten Freund, den wir Jahre n
icht gesehen hatten. Und meine liebe Schulfreundin Josefine, die immer nach Ingelheim kommt.
Daneben gab es ein paar kleinere Termine für Triskehle. Und natürlich Burg Greifenstein, wie immer grandio
s und wie immer Gift für meine Beine. Dort waren wir wohl zum letzten Mal.
Inzwischen begleitet uns Tiburon auf alle Märkte und es macht wirklich Spaß mit ihm. Besonders auf Greifenstein, wo wir den ersten Jahrestag unseres gemeinsamen Liedes feiern konnten.
Abschluss des Monats war die schöne Geburtstagsfeier von Graf Xardas.

August- ein ganz ruhiger Monat. Lidania ist in den USA bei ihrem Sohn zu Besuch. In der Firma zeichnen sich große Veränderungen ab. Meine Abteilung soll aufgelöst und wir Mitarbeiter in viele verschiedene Abteilungen versetzt
werden. Ein völlig neues Computersystem soll eingeführt werden. Es gibt eine Menge Gerüchte und viel Unruhe. Ich warte einfach mal ab. Bin ja noch neu und die Veränderungen verunsichern mich nicht wirklich.
Der einzige Markt im August, Halver, schließt den Monat mit schlechtem Wetter aber viel Spaß ab.

September- mit zwei kleinen Märkten beginnt der Monat, um dann seinen Höhepunkt auf der Elf Fantasy Fair in Arcen/NL zu erreichen. Leider musste Modron kurzfristig absagen aber für Tiburon war es das erste Mal auf diesem großen Festival. Der Monat endet wie begonnen mit einem kleinen feinen Markt in Dortmund bei unserem lieben Bierbrauer Bruder Jörg.

Oktober- überraschend haben wir noch einen neuen Markt dazu bekommen. Unser lieber Freund Charlie hat in Creglingen
bei Rothenburg ob der Tauber die 1. Feyerey veranstaltet. So ein toller Ort, ein toller Markt, tolle neue Leute!!! Und aus der Schweiz kam meine alte Freundin Medusa dorthin. Einen besseren Saisonabschluss kann man sich nicht wünschen.
Aber es kommt noch besser. Meine jüngste Tochter heiratet! Ihr Mann ist wirklich sehr nett und ich freue mich für die Beiden.
Seit Anfang des Monats bin ich auch in der neuen Abteilung. Es gefällt mir trotz des neuen Stress dort wirklich gut. Besser als in der Alten.
Und eine alte Triskehle Freundin heiratet auch. In einem schönen alten Schloss bei Leichlingen und wir spielen dort auf.
Dann kam eine Zeit der Interviews. Zuerst fragte mich eine Redakteurin des WDR 5 Hörfunk an. Sie kam und interviewte mich zu der Schmuckmadonna im Kölner Dom. Am nächsten Tag wurde das auch gesendet. Stolz guck.
Außerdem wurde ich zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern von SOLINGEN Aktiv von einem Redakteur der ZE
IT interviewt. Ihm ging es um die kommunalen Finanzen. Einen Monat später wurde der Artikel gedruckt und auch im Internet veröffentlicht.

November- das wichtigste Ereignis im November war die Geburt meiner jüngsten Enkelin Neele. Sie ist so süß und nie
dlich, einfach Zucker.
Ein schöner Abend war auch ein Mittelaltermahl in Zons. Dann die Weihnachtsfeier meiner Firma, wo es mir nicht wirklich gefallen hat.
Ein großes Ereignis war allerdings dann noch mein Klassentreffen. Nach
mehr als 30 Jahren sah ich wenigstens einen Teil meiner früheren Schulfreunde wieder.

Dezember- wieder einmal singen wir auf dem wunderschönen *Romantischen Weihnachtsmarkt* in Solingen. Diesmal ist zum ersten Mal auch Tiburon dabei. Auch Eleyne unterstützt uns wieder mit ihrer Harfe. Schön wie immer.
Aber das tollste an diesem Markt ist, dass nach 33 Jahren mein ältester Neffe Uwe mit seiner Familie aus den USA zu einem kurzen Besuch kam. Das war wirklich eine große Freude.
Und das schönste Vorweihnachtsgeschenk bekam ich nahc langem nervenzermürbenden Warten in Form von einer Verlängerung meines ablaufenden Arbeitsvertrages um 13 Monate.
Weihnachten war dieses Jahr für mich sehr überraschend. Vor allem mein Sohn machte mir große Freude.

Und so schaue ich optimistisch auf das neue Jahr. Ich wünsche euch Allen viel Glück und Freue und natürlich Gesundheit für 2012.


Samstag, 24. Dezember 2011

Feliz navidad.....

GB Pics für Facebook



Ich wünsche allen meinen lieben Blogfreunden und Freundinnen, allen Menschen die mich kennen und mögen und allen Anderen ebenfalls

ein glückliches und gesegnetes
Weihnachts- Jul- Hanukka oder was auch immer Fest.

Samstag, 17. Dezember 2011

After all these years.....

Heute habe ich nach mehr als 33 Jahren meinen ältesten Neffen wieder gesehen. Als er knapp 18 war, ist er mit meiner Schwester, seinem Bruder und seiner Schwester und dem Mann meiner Schwester in die USA ausgewandert. Seitdem habe ich ihn weder gesehen noch etwas von ihm gehört.

Aber dank Facebook habe ich alle meine US Verwandten wieder gefunden und nun kam es zum ersten Mal zum realen Kontakt. Und es hat sich wieder einmal bewiesen, Blut ist doch dicker als Wasser. Mit Uwe hatte ich sofort einen ganz wunderbaren inneren Kontakt. Wir haben viele gemeinsame Interessen und auch ulkigerweise viele gleichartige Vorlieben und Macken.

Seine Frau und die Tochter, die ich noch garnicht kannte, waren auch dabei und wir hatten einen richtig schönen Tag. Leider war die Zeit viel zu kurz, da sie nachmittags schon wieder nach Frankfurt mussten. Aber egal, der erste Schritt ist gemacht.

Montag, 12. Dezember 2011

Ich geb Einen aus....


......denn ich habe heute erfahren, mein Vertrag wurde 1 Jahr verlängert!!!!!


Danke euch allen, die an mich gedacht und mir die Daumen gedrückt haben.




Schnodderseuchenalarm

So, nun hat sie mich auch erwischt, die blöde Erkältung. Husten, Schnupfen, Kälteschauer und Alles was dazu gehört. Eigentlich gehöre ich ins Bett mit Wärmflasche und heißer Zitrone aber gleich muss ich arbeiten. Zum Glück hab ich morgen einen freien Tag.

Krank machen geht gar nicht, denn ich hoffe ja immer noch, dass mein Areitsvertrag, der am Jahresende ausläuft verlängert wird. Ist ein ganz furchtbarer Nervenkrieg, den man bei so etwas erlebt. Drückt mir mal bitte die Daumen, dass ich bald Etwas höre. Diese Ungewissheit zermürbt einen schon arg.


Freitag, 2. Dezember 2011

Adventkalender

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber mein Mann, mein Goldstück, mein Tom, liest tatsächlich meinen Blog.



Und diesen wundervollen Adventkalender hat er mir heute mitgebracht. Ist das nicht unglaublich lieb?

Ich freu mich....Tränchen zerdrück....

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Advent

Heute ist der erste Dezember und irgendwie hoffe ich ja jedes Jahr, dass mir mal Jemand einen schönen Adventkalender schenkt.

Aber nein, ich werde wieder mal vergessen.

Früher, als ich noch im Büro einer kleinen Baufirma arbeitete und dort auch die Bestellungen machte, da bekam ich manchmal 3-4 Kalender. So richtig tolle von Lindt und so. Aber das war ja nicht, weil mich Jemand gern hatte.

Meine Kinder bekamen auch immer Kalender. Mal gekauft, mal selbstgemacht.

Nur ich, ich guck mal wieder in die Röhre, schnüff.


So, und nun Deprimodus aus. War eh nicht so ganz ernst gemeint.

Sonntag, 27. November 2011

Lauter "alte" Gesichter

Gestern Abend war ich auf einem Klassentreffen meiner alten Volksschulklasse in meinem kleinen Heimatstädtchen. Das erste Mal seit gefühlten 35 aber in echt 30 Jahren!



Die Tage vorher ging es mir nicht so gut aber ich habe mich dann doch entschlossen hinzugehen. Ist ja irgendwie schon ein Angang. Die Anderen sind ja Alle erst 27 und nur ich ich bin fast 60 und ziemlich moppelig geworden. Außerdem sind die Anderen mit Sicherheit alle Banker, Chefarzt oder mindestens Bundeskanzleranwärter. Nur aus mir ist nix Besonderes geworden. Ich war ja auch nur auf der Volksschule und die andern in meiner Klasse waren ja gleichzeitig auf dem Gymnasium. Oh Mann. (Ironie aus)

Scheinbar haben noch Andere so gedacht, denn von den insgesamt 33 Schülern hatten sich nur 20 angemeldet und davon sind dann auch nur 14 gekommen. Okay, 3 der Mädels sind leider schon tot und einige konnten wir nicht erreichen. Andere wohnen weit weg und hatten Dienst usw. Aber zumindest einer unserer Klassenkameraden ließ sich um Nichts in der Welt bewegen zu erscheinen.

So saßen wir dann mit 4 Mädels und 10 Jungs in dem schönen alten Traditionsrestaurant und hatten mächtig Spaß. Ich bin ganz stolz auf mich, dass ich nur einen der Mitschüler nicht erkannt habe. Na ja, die sind ja doch auch schon fast 60, staun. Mächtig gespannt war ich ja auf meine beiden ganz großen Schullieben, Peter und Martin. Obwohl, Martin sehe ich ja hin und wieder, denn er wohnt auch in meiner Stadt. Und klar, Peter sieht natürlich von Allen am besten aus. Keinen Tag älter als 50 und aus ihm ist auch wirklich was geworden. Chapeau. Und Martin war lieb und lustig wie immer. Aber auch alle Anderen waren gut drauf und es gab so viel zu quatschen und zu lachen.

Ich hab Dinge erfahren, die ich in der Schulzeit niemals bemerkt habe und auch nicht wusste. Zum Beispiel war angeblich jeder Junge aus der Klasse in mich verknallt... Ich glaub, die haben mich verwechselt. Und außer mir scheint wohl Keiner gern zur Schule gegangen zu sein. Hm, ich fands toll. Ich fand vor allem unsere Klasse toll.

All die vielen weißt-du-nochs führten dann dazu, dass ich viel länger blieb als ich eigentlich geplant hatte und zum Schluss dann mit den Jungs allein da saß. Die Stimmung war echt lustig aber dann begann das Runden ausgeben. Ich hatte teilweise mehrere Gläser Rotwein vor mir stehen und musste der Kellnerin dann sagen, wer auch immer noch Wein bestellt, ich will keinen mehr. Zum Glück wurde ich mit dem Obstler verschont.

Wäre Martins Frau nicht irgendwann gekommen um ihren Mann abzuholen, wir säßen jetzt noch dort. Und das nächste Treffen soll dann im November 2014 sein, wenn wir Alle über 60 sind. Ich freu mich schon drauf.

Bilder habe ich auch gemacht aber die sind leider nicht besonders schön geworden und deshalb zeige ich sie nicht.

Mittwoch, 16. November 2011

Erste Bilder

Neele *14.11.2011



Heute habe ich die ersten Bilder von der kleinen Neele gemacht. Sie ist schon mit ihrer Mami zuhause und es geht ihr richtig gut.


Nur Babys können so schlafen. Beneidenswert. Ist sie nicht wunderschön für ihre zwei Tage?

Und mit ganz müden Augen aber neugierig schaut sie in die Welt.



Leider habe ich keine Bilder mi
t ihrem großen Bruder und ihrer großen Schwester machen können aber ganz unten kommt noch ein Bild von den Beiden bei der Hochzeit meiner Tochter letzten Monat.







Hier nochmal Neele mit dem Papa.

Der schaut auch ganz müde.


Ich wünsche der kleinen Maus und allen Kindern das sie in eine gute Zukunft hinein wachsen können.




Und hier noch das versprochene Bild von den beiden G
roßen, Daniel und Lara, bei der Hochzeit.





Dienstag, 15. November 2011

Hurra, das Baby ist da!

Heute Nacht hat meine jüngste Tochter ihr drittes Kind und damit mein viertes Enkelkind bekommen.

Die Kleine heißt Neele Alicia und wiegt 2900 Gramm und ist 49 cm groß.

Mutter uns Kind sind gesund und munter und die ganze Familie ist vor Freude aus dem Häuschen.

endlich mal eine gute Nachricht!!!

Montag, 14. November 2011

Winterschlaf wär schön

Ich weiß ja nicht wie es euch jetzt so geht aber ich für mein Teil bin ja soooo müde. Müde und total ausgebrannt.

Morgens würde ich am liebsten garnicht aufstehen und der Tag liegt wie ein Berg vor mir. Ich schleppe mich dann erstmal in die Küche und trinke einen aufgewärmten Kaffee (Tom macht immer eine Tasse mehr und die Mikrowelle ist da schon klasse).

Alles fällt mir momentan so schwer und am liebsten würde ich nur schlafen. Also, ich wär jetzt gern ein Bär und trollte mich in meine Höhle und mache Winterschlaf.

Sonntag, 13. November 2011

Samstag, 12. November 2011

Mein neues Testpaket ist da


Wie ihr ja wisst, teste ich ab und zu für trnd Produkte.

Dieses Mal bekam ich ein Paket mit einem Glas Nescafe Gold und entsprechenden Proben.

Eigentlich trinke ich ja nicht so gerne Pulverkaffee aber dieser schmeckt wirklich gut und man kann ihn empfehlen.

Ich werde ihn mit auf die Arbeit nehmen, dann kann ich mir dort immer mal ein Tässchen Kaffee machen. Wenn es so 17 Uhr ist und anfängt zu dämmern, wird man ganz schön müde.

Wenn ihr auch mal testen wollt, einfach oben den Link nutzen.

Foto von dieser Seite

Donnerstag, 10. November 2011

Helden der Kindheit

Auf ZDF kultur ist der Winnetou Tag und dabei fallen mit all die Helden meiner Kindheit ein.

Ich bin 1954 geboren und als ich 6 war, kam der erste Karl-May-Film ins Kino. War auch der erste Kinofilm überhaupt für mich. Ich habe auch fast alle Karl May Bücher gelesen und fand sie toll. Aber mein Held war er eigentlich nicht.

Als Kind der 50er und 60er Jahre musste man in der Schule auch Aufsätze schreiben zum Thema: Wer ist mein Vorbild

Um eine gute Note zu bekommen, tat man gut daran ein Vorbild zu haben, dass der katholischen Schule auch genehm war. Also waren meine Vorbilder Konrad Adenauer und später John F. Kennedy. Und natürlich der Namensgeber meiner Schule, Don Bosco, der sich für italienische Straßenjungs eingesetzt hatte. Komisch, wir haben nie hinterfragt, was mit den Straßenmädchen war. Oder gab es die damals nicht?

Auch Adenauer oder Kennedy würde ich heute auf keinen Fall mehr als Vorbild nennen.

Als ich in der Lehre war, 1968, hatte ich andere Vorbilder. Rudi Dutschke zum Beispiel oder auch Che Guevara. Dafür schäme ich mich auch heute noch nicht.

Mein wirklicher Kindheitsheld war mein Bruder. Der war 19 Jahre älter und bei der Luftwaffe. Ich habe ihn nie als bei uns wohnend kennengelernt aber er war so toll. Wenn er in Uniform kam, groß und stattlich, das war was. In der Familie gab es die Geschichte, dass ich als Kleinkind bei der Impfung dem Arzt gesagt haben soll, wenn er mir weh tut, kommt mein großer Bruder. Der hat ein Gewehr. Woher ich das bloß wusste?

Heute habe ich keine Vorbilder mehr. Zu sehr habe ich erkannt, dass es keine perfekten Menschen gibt. Irgendeinen Fehler hat Jeder. Also versuche ich ohne Leitfigur klar zu kommen. Oder halt! Stimmt nicht. Ich habe Menschen an denen ich mich schon irgendwie orientiere. Meine beste Freundin, die so wahnsinnig beliebt ist. Oder meine jüngste Tochter, die es viel besser als ich schafft ihr Leben zu meistern.

Ganz ohne das Vorbild anderer Menschen kommt man eben doch nicht aus.

Sonntag, 6. November 2011

Ich habe eine dringende Bitte

Normalerweise bitte ich nicht gerne um Hilfe aber diesmal muss es einfach sein.

Mein Sohn sucht ganz dringend eine kleine Wohnung oder Appartement in einem bezahlbaren Rahmen. Je schneller desto besser.

In Solingen oder direkt angrenzend.

Wenn ihr etwas in dieser Richtung wisst, dann gebt mir bitte Bescheid.

Freitag, 4. November 2011

Die Kreuzfahrt 5. und letzter Teil

1. Teil
2. Teil
3. Teil
4. Teil

So, ich weiß ja nicht, ob es euch eigentlich interessiert hat, aber mir hat es Spaß gemacht, meine Erinnerungen an diese besondere Reise noch einmal raus zu kramen. Nun also der letzte Teil.

Von Kreta aus, wo wir ja im Orkan wegfuhren, ging es nach Neapel. Das war mal wieder eine weite Strecke auf See. Aber es gab eine Menge an Unterhaltung wie ich schon schrieb. Irgendwas gab es jeden Tag an Besonderem. Einmal ein bayerisches Frühstück mit Freibier und Brezeln. Abend gab es mal einen internationalen Markt mit Essen aus allen Ländern der Besatzung. Das war wirklich interessant. Der Höhepunkt der Seestrecke nach Neapel war allerdings die Fahrt durch die Straße von Messina. Es war schon dunkel als wir diese Meerenge passierten und die Lichter von Sizilien und Italien schienen zum Greifen nahe. Bei der ersten Nacht auf See hatten wir ja den Vulkan Stromboli in der Dunkelheit passiert, auch das war wirklich aufregend.

Der Hafen von Neapel und das bischen, was wir von der Stadt gesehen haben, war beeindruckend. Man denkt ja bei Neapel direkt an die Camorra und Diebstahl usw. Haben wir aber ganz anders erlebt. Es gab ein sehr mondänes Einkaufszentrum. Ganz in Marmor und Gold gehalten. Dort standen viele geschmückte Weihnachtsbäume, an die die Kinder kleine Zettel mit ihren Wünschen hängen konnten. Natürlich haben wir uns ein echtes neapolitanische Gelato schmecken lassen. Nur der extreme Verkehr war nervend. Die Autos gingen noch aber die vielen Motorroller die von ihren Fahrern wirklich rasant und lebensgefährlich durch die engen Gassen gelenkt wurden, waren wirklich nervtötend.

Hier waren drei verschiedene Landausflüge angeboten worden und die Entscheidung war gar nicht so leicht. Man konnte einen ganzen Tag mit einem Boot nach Capri fahren, mit dem Bus und zu Fuß auf den Vesuv klettern und den Krater sehen. Oder aber, und das haben wir dann auch gemacht, nach Pompeji und Herkulaneum fahren. Was für ein beeindruckendes Erlebnis! Diese Stadt, die ja bekanntermaßen im Jahr 79 n.Chr. von einem gewaltigen Ausbruch des Vesuv zerstört wurde, ist ein unglaubliches Lehrstück in alter Gechichte und für die Archäologen wirklich ein Schatz. Man kann dort nur mit einem Führer durch gehen und das ist auch gut so. Man würde sich sonst verlaufen in dem Labyrinth der Straßenund Gassen. Und dabei sind erst ca. 30% der antiken Stadt ausgegraben worden. Trotzdem kann man sich ein gutes Bild machen und entdeckt an jeder Ecke etwas Neues. Besonders die ausgestellten Leichen, also die Gipsabdrücke der Opfer, zeigten deutlich das Leiden dieser Menschen. Irgendwie kam ich mir ein wenig wie ein Störer der Totenruhe vor.

In Pompeji gab es viele Touristen aber noch viel mehr Hunde. Jeder ankommende Bus wurde sofort von vielen Hunden umringt. Uns begleitete ein hübsches Schäferhundmädchen, die für jede Streicheleinheit dankbar war. Am liebsten hätte ich sie mitgenommen. Genauso wie einen Welpen auf Kreta, der am Hafen herumstreunte. Tiere und Touristen, das sind ja altbekannte Geschichten, die nicht immer schön sind.

Nachdem wir Pompeji verlassen hatten, ging es nach Herkulaneum. Diese Stadt war bei dem gleichen Ausbruch zerstört worden. Leider haben wir da keine Ausgrabungen gesehen sondern wurden in eine Fabrik für Korallenschmuck gekarrt. Und natürlich wurde gekauft und gekauft. Auch ich habe einen schönen Ring, Gold mit einer rosa Koralle, bekommen. Nach etwa einem halben Jahr tragen zeigte sich aber, das er nur vergoldet war.

Neapel war der vorletzte Hafen, dann ging es nach Civitavecchia, dem Hafen von Rom. Es war total schwül und wir waren auch wirklich fertig von all den Eindrücken der Reise. Als wir dann noch hörten, dass in Rom keine Rundfahrtbusse erlaubt sind und der Ausflug mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt würde, haben wir uns entschlossen an Bord zu bleiben und einen Wellnesstag zu machen.

Abends gab es dann noch das Käptn's Dinner zum Abschied. Und genauso wie in der TV-Serie gab es zum Dessert Eisbomben mit Feuerwerk. Ein bombastischer Ausklang. Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen. Mit dem Zug ging es in umgekehrter Richtung und dann war es wieder vorbei mit dem Luxus.

Auch wenn wir die Reise gewonnen hatten, so hatten wir natürlich auch noch reichlich Geld ausgegeben. Angefangen bei dem Hotel in Nizza, diversen Getränken an Bord, Andenken usw. hatten wir satte 1.500 DM ausgegeben. Natürlich für so eine Reise nicht viel. Und es hatte sich wirklich gelohnt.

Ich würde gerne nochmal so eine Reise mit der Astor machen, diesmal dann ohne Kind. Vielleicht gewinne ich ja nochmal........träum.

Mittwoch, 2. November 2011

Die Kreuzfahrt 4. Teil

1. Teil
2. Teil
3. Teil

Morgens kamen wir also in meinem Traumland an. Ägypten und seine Geschichte hatte mich schon seit meiner frühen Jugend fasziniert und ich hatte mit 14 in der Stadtbücherei meiner Heimatstadt sämtliche Populärwissenschaftlichen Bücher darüber gelesen.

Wir setzten in Port Said den Fuß auf diesen geheiligten Boden um kurz danach wieder in einen Bus zu steigen. 3 Stunden fuhren wir dann über Land nach Kairo. Die Straße schien durch unbewohntes Gebiet zu führen, nur hier und da stand ein wackeliger Schuppen oder Stall auf einem staubigen Feld. Später erfuhr ich, dass das eigentlich Wohnhäuser waren. Da momentan dort Ramadan war, waren diese Schuppen nämlich mit bunten Lichterketten geschmückt.

Am Vormittag kamen wir dann im Kairo an. Die Stadt entsprach so gar nicht meinen romatischen Vorstellungen. Vollgestopft mit Autos, vor allem Taxen, mit Menschen und so krasse soziale Unterschiede in einer Straße hatte ich nicht erwartet. So gab es z.B. ein luxuriöses Botschaftsgebäude inmitten von einem Elendsviertel.


Wir fuhren zunächst zu einer Moschee, der Alabaster-Moschee. Offenbar war das ein Pflichttermin, denn eigentlich war diese Moschee nicht gerade soooo toll. Aber geschichtlich anscheinend sehr wichtig. Hier hatte ich ein Erlebnis der ekelhaften Art, als viele Frauen aus dem Bus zur Toilette mussten und es nur ein Loch im schlammigen Boden gab. Ich will darauf nicht näher eingehen.

Endlich ging es dann aber weiter an den Nil und zum Ägytischen Museeum. Darauf hatte ich mich sehr gefreut und es war einfach nur großartig. All diese wundervollen Fundstücke, besonders die goldene Maske von Tut-anch-Amun, wirklich real zu sehen, das war schon ein Lebenstraum, der sich erfüllte. Leider waren wir nicht in dem Mumiensaal, der kostete extra Eintritt und die Reiseleiter begannen auch schon zu hetzen.

Vom Museeum ging es dann zu den Pyramiden. Ich war wirklich sehr naiv gewesen und dachte, diese Bauwerke lägen in der Wüste. Alle Fotos die ich bis dahin gesehen hatte, zeigten die Pyramiden auch in so einem Blickwinkel. In Wahrheit liegen sie direkt an einer Hauptverkehrsstraße und an den Häusern von Kairo.Wir waren kaum 10 Minuten an der oberen Pyramide, da ging es mit dem Bus auch schon ganz runter an den Sphinx Tempel. Der Eintritt dafür war, ebenso wie Alles andere, in den 150 DM für den Ausflug inbegriffen. Der Weg in den Tempel ging durch tiefen Sand und war für die alten Leute vom Schiff recht beschwerlich. Wir allerdings kamen gut durch und schon waren wir im Tempel. Aber bevor ich noch WOW! denken konnte, wurden Rufe laut und wir mussten wieder raus. Auf Kamelen kamen die Männer von der Tourist Police angeritten und vertrieben uns Touristen und erst recht die vielen Händler und Kinder von dem Tempel und den Pyramiden. Wir waren Alle sehr schockiert über die Brutalität, mit der diese Männer vorgingen. Sogar kleine Kinder wurden teilweise mit Reitgerten geschlagen. Als Begründung sagte man uns, es sei ja Ramadan und dort würde jetzt Alles geschlossen weil die Wächter beten müssten. Von den ca. 300 Leuten vom Schiff hatten es gerade mal 50 in den Tempel geschafft.

Nach diesem Schreck fuhr man uns zu einer Straße nicht weit von den Pyramiden entfernt. Anscheinend hatten die einheimischen Reiseleiter mit den Geschäftsleuten dort Verträgen, denn dort merkten wir Nichts von Ramadan und wir hatten auf einmal 2 Stunden Zeit uns dort umzusehen. Es gab ausschließlich Läden mit nachgemachten Kunstwerken, manchmal gruseliger Kitsch. Natrülich kaufte Jeder dort, denn irgendwie musste man ja die 2 Stunden herum bekommen. Ich bekam einen sehr schönen silbernen Anhänkern, blau emailliert, das Ank Kreuz. Ich trage ihn auch heute noch manchmal.

Endlich ging es weiter, in ein Luxushotel. Sowas hatte ich nicht erwartet. Schon die Lobby strotzte von schwarzem Marmor und Gold. Die Wänder, der Boden, die Rezeption...Alles glänzte und funkelte. Wir wurden eine breite Marmortreppe in den ersten Stock geführt. An der Wand gab es einen klaren Wasserfall über die ganze Breite. Beeindruckend. In einem Speisesaal der wie für eine Hochzeit geschmückt war, gab es dann unser Dinner. Ein Buffet mit wirklich gutem Essen. Aber der Höhepunkt war die Damentoilette. Ein extra dafür anwesender Angestellter führte mich dorthin. Der Vorraum war mindesten 30 Quadratmeter groß mit Waschbecken, goldenen (?) Wasserhähnen und jede Menge junge Ägypterinnen, die dort nur dazu da waren, nach dem Händewaschen ein angewärmtes Handtuch zu reichen. Hammer! Und ich hörte, die Herrentoilette war ähnlich.

Nach dem Essen ging es nochmals zu den Pyramiden. Es war inzwischen dunkel und damit schlagartig kalt geworden. Eben waren es noch 25° und nun waren es höchsten noch 5°. Wir wurden frierend zu einer Reihe von Stühlen geführt und es begann eine unglaubliche Show. Licht und Laserbilder wurden auf eine Seite der Cheopspyramide geworfen. Dazu erklärte eine Stimme in einwandfreiem Oxford-Englisch die Informationen zu den Bauwerken. Links und rechts von mir saßen nur Leute, die kein Englisch konnten und so versuchte ich simultan wenigstens das Wichtigste zu überstzen. Aber schon nach ein paar Minuten war ich so fasziniert und vregaß das übersetzen.

Nach einer Stunde war Alles vorbei und wir fuhren wieder im Bus. Diesmal von Kairo nach Alexandria, wo das Schiff inzwischen hingefahren war. Wir waren Alle total müde und verschliefen die lange Fahrt. In den ganz frühen Morgenstunden kamen wir dann in dieser schönen Stadt an. Es war schon überall Hochbetrieb und wir staunten, dass der Bus überhaupt vorwärts kam. Auf dem Schiff gingen wir dann aber noch ein paar Stunden schlafen bis zum Frühstück.

In Alexandria gingen wir dann auf eigene Faust von Bord. Allerdings wurden wir vor dem Schif dermaßen von Händlern belagert, dass man kaum durchkam. Das war uns dann zuviel, so dass wir wieder an Bord gingen und einen gemütlichen Tag auf dem Schiff verbrachten. Zum Kaffee am Nachmittag gab es dann eine tolle Überraschung. Außer Benni waren nur noch 2 andere Kinder an Bord. Beide waren im Kindergartenalter. Und es war inzwischen der 6. Dezember, Nikolaustag. Beim Kaffee kam plötzlich der Nikolaus und bescherte die Kinder. Benni war das sichtlich peinlich aber er freute sich trotzdem. Es gab ein paar Süßigkeiten und Stifte und ein Malbuch von der Astor. Ich fand das sehr nett und aufmerksam.

Nachts ging es dann wieder auf See. Richtung Kreta, ein weiterer Höhepunkt. Schon in der Nacht merkte ich, dass das Schiff nicht so ruhig fuhr wie sonst. Und als wir morgens das Bordradio anmachten, kam dann die Info, dass wegen eines Orkans nicht der geplante Hafen angefahren werden konnte, sondern wir nun auf der anderen Seite der Insel waren. Das war natürlich Pech für uns, denn wir wollten ja die 3 KM nach Knossos mit dem Taxi fahren. Das konnten wir nun vergessen. Den Landausflug zu buchen war es nun zu spät und so beschlossen wir, mit den Linienbus vom Hafen in die kleine Stadt Chania zu fahren und uns dort ein wenig umzusehen. Ausgerüstet mit keinem Wort griechisch und keine Ahnung von der Schrift aber einer Portion Abenteuerlust zogen wir los. Im Hafen fuhr ein Bus ab, den wir einfach nahmen in der Hoffnung, der geht nach Chania. Und ja, es klappte. Und ja, der Ort war wundervoll. Mit einer uralten Markthalle, wo so richtig orientalisches Flair entstand. Es gab wirklich ALLES! In dem Ort gab es auch noch ein kleines Museeum, wo wir auch rein gingen. Und der kleine Hafen im Ort war wirklich auch schön. Wir hatten einen schönen Tag und sogar den Weg zurück fanden wir.

Abend gab es ein amerikanisches Dinner, auf das ich mich schon gefreut hatte. Es sollte unter anderem Spare-Ribs geben. Etwa 1 Stunde vor dem Dinner legten wir ab und fuhren in einen Orkan mit Windstärke 12 hinein. Wow, das Schiff schlingerte und schaukelte. Das Wasser im Außenpool schwappte nur so hoch. Wenn man auf einem Stuhl saß, ging es hoch und wenn es dann wieder runter ging, hatte man kurz das Gefühl von Schwerelosigkeit. Es war wie auf der Kirmes und ich war schon gespannt, wie das Ballett an dem Abend tanzen würde. An unserem Tisch saßen auf einmal nur noch die alte Dame und ich, alle Anderen inklusive meiner Familie hatten es vorgezogen in den Kabinen zu bleiben. Ich selbst, als alte Achterbahnfahrerin, blieb zum Glück von Seekrankheit verschont. Und am nächsten Morgen war auch Alles wieder vorbei.

Und wir waren auf dem Weg nach Neapel. Aber davon erzähle ich im 5. und letzten Teil

Dienstag, 1. November 2011

Die Kreuzfahrt 3. Teil

1. Teil
2. Teil

Das erste Aufwachen an Bord war mit Kopfschmerzen verbunden. Wenn man normalerweise immer mit offenem Fenster schläft, muss man sich an eine Klimaanlage erst gewöhnen. Nach der Morgentoilette strebten wir zu unserem ersten Frühstücksbuffet.

Wow, ich hatte ja schon so manches gute Frühstücksbuffet in Hotels erlebt aber so etwas wie hier noch nie. Auf (im Nachinein geschätzten) 6 Metern war an Wurst, Schinken und Käse alles aufgebaut was das Herz oder besser der Magen begehrte. Ebenfalls Obst und Tomaten usw. Am Tisch wurden uns dann völlig ungeahnte Möglichkeiten der Ei Zubereitung angeboten und als mein Sohn eines Morgens mal einen Grießbrei wollte, bekam er auch diesen.

Später wurden dann im Rahmen eines Lichtbildervortrags die zu buchenden Landausflüge vorgestellt. Da in Israel inzwischen wieder blutige Unruhen stattfanden, hatte die Reederei kurzerhand Israel von der Reiseroute gestrichen und dafür einen weiteren Tag in Ägypten eingefügt. Da die Landausflüge eine Menge Geld kosteten, hatten wir uns schon zuhause entschieden, was wir mitmachen wollten. Auf Kreta wollten wir auf eigene Faust die Ruinen von Knossos besuchen, denn die waren nur 3 Km vom Hafen entfernt und Taxi sollte dort sehr billig sein. Und Rom wollten wir uns auch schenken.

Inzwischen ließen wir Italien links liegen. Unser Schiff fuhr gen Athen. Am nächsten Morgen sollten wir dort ankommen. Aber so ein reiner Seetag ist keineswegs langweilig. Während ich ja liebend gern Cocktail schlürfend auf einem Liegestuhl die Sonne genossen hätte, wollte mein lieber Sohn aber beschäftigt werden. Es gab ja auch reichlich Angebote an Bord. Von Shuffleboard über Dart bis zu Jogging, von Quiz über Bingo bis zu abendlichen Shows blieb kein Wunsch offen. Und überall gab es Sekt zu gewinnen. Große Flaschen oder auch mal ein Piccolo. Unsere Kabinenbar füllte sich allmählich.

Am anderen Morgen, direkt nach dem Frühstück landeten wir in Piräus, dem Hafen von Athen. Es war heiß und eine Dunstglocke hing über der Stadt. Die Akropolis war vom Schiff aus gut zu sehen und wir freuten uns auf unseren Ausflug nach Alt-Korinth. Mit 6 Bussen wurden wir Passagiere abgeholt und los ging die Fahrt. Ich war noch nie in Griechenland und fand es wirklich sehr schön. Spannend war es am Istmus von Korinth, einer Art antikem Kanal. Ich hab ja nun sowas von Höhenangst aber das war schon einen Blick von der Brücke wert. 80 Meter hoch waren die Ufer, wobei die eine Seite deutlich höher war als die andere. Von dort ging es dann nach Alt-Korinth. Eine Ruinenstadt, in der schon der Apostel Paulus gepredigt hatte. Berühmt sind ja auch seine Briefe an die Korinther. Ich war wirklich sehr beeindruckt. Geschichte und alte Kulturen sind ja eines meiner Steckenpferde. Es gab dort auch ein kleines Museum und hinter dem Museum der erste Zitronenbaum meines Lebens. Ich hatte nie gedacht, dass Zitronenbäume so hoch werden können. Dieser jedenfalls überragte das Dach des Museums und die Zitronen waren so groß wie etwas klein geratene Honigmelonen.

Nachmittags zum Kaffee waren wir dann wieder an Bord und das abendliche Ritual von Dinner, Showprogramm usw. begann. Diese Shows waren nun nicht so unser Ding. Sie hatten den Charme einer Mischung aus Dalli Dalli gemischt mit der Heimatmelodie und gewürzt durch das Fernsehballett. Zum Glück waren wir von der Seeluft und den anstrengenden Ausflügen immer recht müde und konnten wunderbar schlafen.

Überraschenderweise lag das Schiff sehr ruhig auf dem Wasser. Das Wetter war trotz Spätherbst wunderbar, warm und sonnig. Von Seekrankheit, die mein (jetzt Ex) Mann befürchtete keine Spur. Nachts fuhr die Astor dann weiter Richtung Zypern, wo wir am nächsten Morgen anlegten.

Ich habe vergessen welcher Hafen auf Zypern das war, kein Wundern nach 13 Jahren. Aber ich erinnere mich noch, dass man von dort auf die türkische Seite der Insel sehen konnte. Auch auf Zypern machten wir einen wunderbaren Landausflug auf den Berg Olymp. Meine lebhafteste Erinnerung daran ist der einheimische Reiseführer der ein hervorragendes Deutsch sprach. Er erzählte ununterbrochen kleine Storys aus seinem Leben und von den Weisheiten seiner Großmutter. Z.B. dass man die Zähne mit einer Mischung aus Salz uns Zitronensaft putzen solle. Grusel.

Die Fahrt auf den Olymp ging durch mehrere Vegetationsebenen von trockener Ebene durch dichten Wald bis zur Baumgrenze ganz oben. Wir sahen das Anwesen von Erzbischof Makarios und oben auf dem Berg gab es außer einem riesigen Bretterbudenkiosk Nichts weiter zu sehen. Dieser Kiosk allerdings war spannend. Man konnte dort von gebrannten Mandeln, über Wein (gutt fürr Errottik) bis zu offen ausliegenden Pornovideos fast Alles kaufen. Ich habe ein ganzes Kilo Mandeln gekauft und mein Sohn kicherte die ganze Rückfahrt über die Videos.

Abends wurden wieder die Anker gelichtet und die Nacht verbrachten wir wieder auf See Richtung Ägypten, meinem Traumland seit den Teenager Jahren.

Fortsetzung folgt.

Montag, 31. Oktober 2011

Die Kreuzfahrt 2. Teil

Was bisher geschah findet man hier.

Wir standen also mit unserem Gepäck auf dem Kai vor dem riesigen Schiff und staunten es an. Viele dienstbare Menschen liefen herum und man bedeutete uns, unser Gepäck zu einem großen Haufen anderer Koffer und Taschen zu stellen. Es würde an Bord gebracht. Uns kam das etwas unsicher vor, aber na ja, wir wollten ja nicht als Kreuzfahrt Dummies auffallen. Also die Gangway hoch und ins Schiff. Wow.

Direkt waren wir von, für unsere Verhältnisse, Luxus umgeben. Alles sah teuer aus und das Personal war unglaublich beflissen. Wir waren für die Einschiffung sehr früh da, denn es waren noch längst nicht alle der vorherigen Passagiere von Bord gegangen. In einem der Restaurants war aber ein Imbiss aufgebaut und so ließen wir es uns gut gehen.

Schließlich waren die Kabinen fertig und wir bekamen einen Magnetkarte und einen Lageplan. Eine Stewardess begleitete uns auf unser Deck und zeigte uns die Kabine. Mitte innen, also einfachere Klasse. Aber wirklich sehr schön eingerichtet und mit allem Comfort. Nur eben kein Fenster. Nicht sehr viel Platz aber Betten (die jetzt noch Sofas waren), TV und ein kleines Bad waren vorhanden. Und unser Gepäck stand vollzählig da. Allerlei Informationsblätter und Hefte lagen auf dem kleinen Schreibtisch bereit und die schnappte ich mir gleich.

Ah, in einer halben Stunde gibt es einen Willkommensdrink im Übersee Club. Nix wie hin. Es gab einen leckeren Cocktail und für Benni einen bunten Saft. Und es wurde auch gleich ein Spiel vorgestellt. Eine Art Jux-Rallye durch das Schiff, zum kennenlernen. Rallye? Das kannte ich noch von früher. Benni und ich holten uns einen Teilnahmebogen und los gings. Es gab etwa 20 Fragen und Aufgaben zu lösen und das in kürzester Zeit. Wir rasten durch die Decks um zu erfahren, wie alt der Käpt'n ist und rote Socken zu besorgen. Und dergleichen lustige Spielchen mehr. Vom Friseur bis zum Hallenbad lernten wir viele Ecken des Schiffs kennen aber es war unmöglich alle Aufgaben zu lösen. So beschlossen wir, einfach ein paar weg zu lassen, aber vor Zeitende zurück zu sein. Und dann kams. Alle anderen Teilnehmer hatten inzwischen aufgegeben. Wir waren die Sieger und erhielten eine Flasche Astor Sekt Hausmarke. Es sollte nicht die letzte bleiben.

Inzwischen war es 17 Uhr und das Schiff sollte auslaufen. Unser erster Tag auf See begann. Es war einfach spannend, wie in der Dämmerung, es war immerhin schon Ende November, die Lichter von Nizza immer weiter verschwanden und irgendann nicht mehr zu sehen waren. Und dann war es völlig dunkel und am Himmel erschienen die ersten Sterne. Wir hatten gerade genug Zeit unsere Koffer auszupacken und uns umzuziehen, da war es Zeit für das erste Dinner an Bord.

An "normalen" Abenden gab es zum Dinner 5 Gänge mit Fisch, Fleisch usw. Immer ganz ausgezeichnet zubereitet und lecker. Zweimal in den 15 Tagen gab es ein Käptn's Dinner mit 7 Gängen und in Abendkleidung. Insgesamt gab es täglich Vollpension an Bord mit Frühstück inkl. Sekt, Vormittagsbouillon, Mittagessen, Nachmittagskaffee, -tee mit Kuchen, Abendessen und Mitternachtsimbiss. Ich frage mich, ob das überhaupt Jemand Alles gegessen hat. Ich hab mich auf Frühstück, Mittag und Abendessen beschränkt. Der Kuchen hat mir selten geschmeckt weil zu süß.

An unserem ersten Dinnerabend also wurde uns unser fester Tisch zugeteilt. Ein 6er Tisch, an dem außer uns 3 noch eine sehr nette alte Dame und ein Ehepaar, alle aus den neuen Bundesländern, saßen. Die alte Dame reiste allein und schloss sich im Laufe der Reise an uns an. Sie war früher Lehrerin und hatte eine sehr freundliche Art. Das Ehepaar aus Bitterfeld dagegen war noch mehr fehl am Platze als wir. Sie erzählten, sie hätten für die Reise einen Kredit aufgenommen, um es am 25. Hochzeitstag mal so richtig krachen zu lassen. Ich glaube, die hatten die Astor mit der AIDA verwechselt. Zum ersten Dinner kamen sie in bunten Shorts und Hawaiihemd. Schon am 3. Tag aßen sie nur noch am Buffet im Übersee Club.

Nach dem Dinner, es war inzwischen ca. 22 Uhr, gingen wir noch einmal an Deck und schauten uns das Meer an. Am Himmel gab es so viele Sterne, große und kleine, wie ich noch nie im Leben gesehen hatte. Es war unglaublich. Aber wir waren inzwischen doch sehr müde und so gingen wir in die Kabine und staunten nicht schlecht. Aus den Sofas waren Betten geworden und für meinen Sohn war ein Bett von der Wand geklappt worden. Wir fielen todmüde hinein und schliefen unsere erste Nacht auf dem Meer.

Fortsetzung folgt.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Die Kreuzfahrt Teil 1

Im Fernsehen habe ich eben zufällig einen Bericht über eine Kreuzfahrt mit der MS Astor gesehen und da wurden viele Erinnerungen in mir wach. Also dachte ich mir, ich erzähle euch mal von der wohl teuersten und aufwendigsten Reise meines Lebens.

Leider kann ich keine Bilder zeigen, denn damals hatte ich noch keine Digicam und alle Fotos sind auf Papier. Mal sehen, vielleicht kann meine Freundin mal das Eine oder Andere für mich einscannen.

Alles begann im April 2000, als in meiner Stadt eine neue Einkaufsgalerie eröffnet wurde. Mit meinem Sohn, damals 9 Jahre alt und meinem (noch) Mann sah ich mir Samstags das Ganze natürlich auch mal an. Im Zentrum des Gebäudes gab es einen offenen Platz, wo man eine Art Bühne gebaut hatte. Dort wurde immer wieder ausgerufen, dass es in 15 Minuten eine Verlosung von Reisen eines Reisebüros aus der Galerie geben würde. Man solle die Zeit nutzen und sich doch das Reisebüro ansehen.

Gesagt getan, wir gingen also in den Laden und schauten uns um. Er war nicht groß, nur ein paar Regale mit Reiseprospekten, 3 Schreibtische und ein paar Pflanzen. Also Rolltreppe wieder runter und auf den Platz vor die Bühne. Inzwischen waren so etwa 100 Leute dort versammelt, die Alle auf die Verlosung warteten. Ein Conferencier ergriff das Mikro und los gings. Er stellte eine Reise nach Ibiza vor, 14 Tage Luxushotel mit Flug für 2 Personen. Wow, ich war schon seit Jahren nicht mehr in Urlaub, das wäre toll. Eine Frage würde er stellen und wer die als Erster beantwortet hat gewonnen.

Ich kann mich nicht mehr an die Frage erinnern aber die Antwort wusste Jeder und so suchte sich der gute Mann Irgendwen aus dem Publikum und schon war die Reise vergeben. Die zweite Frage war etwas schwieriger, schließlich ging diese Reise nach Zypern. Aber auch da wussten mindestens 50 Leute die Antwort. Und die Reise war weg. Für die dritte Reise, den Hauptgewinn, sollte man mit den Fingern die Anzahl der Schreibtische in dem Reisebüro zeigen. Meine Hand mit 3 Fingern schossen nach oben. Als Einzige!!!!

Ich wurde nach oben auf die Bühne gebeten und hier erfuhr ich dann, was ich gewonnen hatte. Eine 15 tägige Kreuzfahrt mit der MS Astor, dem ehemaligen TV Traumschiff, im östlichen Mittelameer bis nach Ägypten für 2 Personen. Meine Knie zitterten und ich dachte ich träume. Waaahnsinn! Man überreichte mir einen Gutschein und ich solle Montags kommen, damit wir die Einzelheiten besprechen könnten.

Natürlich konnten wir an diesem Wochenende kaum schlafen. Immer wieder überlegten wir, ob wir die Reise überhaupt antreten sollten. Man hörte ja immer wieder, dass man an Bord aufwendige Kleidung braucht und Alles recht teuer sei. Außerdem war der Reisetermin erst Ende November/Anfang Dezember 2000 und außerhalb der Schulferien. Was sollten wir mit dem Kind machen?

Montags im Reisebüro waren wir fast entschlossen zu fragen, ob wir die Reise verkaufen dürften. Der Herr dort war sehr freundlich und überzeugte uns, nicht auf dieses Erlebnis zu verzichten. Wenn es nur wegen meines Sohnes sei, der könnte kostenlos mitfahren, denn Kinder bis 10 Jahre seien in der Kabine der Eltern frei. Die Abreise des Schiffes sei in Nizza und die Anreise mit einem Reisebus wäre im Preis auch inbegriffen. Lediglich die Tagesausflüge während der Kreuzfahrt müssten wir selbst zahlen.

Nun ja, die Stationen der Reise, Athen, Zypern, Kreta, Jerusalem, Kairo, Neapel, Rom und all die tollen Landausflüge waren schon sehr verlockend. Und bis November waren ja auch noch 7 Monate, da konnten wir noch für das Taschengeld sparen. Also sagten wir kurzentschlossen ja zu dem Abenteuer.

Als der Abreistermin näher rückte, mussten wir in der Schule meines Sohnes wegen Sonderurlaub fragen. Der wurde uns überraschenderweise auch gewährt. Der Schulleiter meinte, auf dieser Reise könne Benny mehr lernen als im Geschichtsunterricht. Die festliche Garderobe bestand dann aus einem langen schwarzen Rock mit diversen Glitzerblusen und Tops für mich und Anzügen für meinen Mann und meinen Sohn für die festlicheren Anlässe. Tagsüber und an Land war legere Freizeitkleidung angesagt.

Da tauchte das erste Problem auf. Der Reisebus, mit dem wir nach Nizza fahren sollten, war aus unserer Gegend von Niemand gebucht worden und fuhr deshalb nicht. Flugtickets wollte die Reederei aber nicht zahlen. Also buchte uns das Reisebüro Bahntickets für einen Liegewagenzug. 20 Stunden Fahrt durch Deutschland, Schweiz, Italien nach Frankreich.

Nun vertrauten wir der Bahn, was Pünktlichkeit anbelangt, aber nicht. Sicherheitshalber buchten wir dann über eine Agentur ein sehr günstiges Hotel in Nizza. 150 DM für eine Nacht Dopperzimmer mit Zustellbett und Frühstück.

Spätabends ging es ab Köln mit dem Liegewagen nach Mailand. Dort kam der Zug auch pünktlich an und wir erreichten bequem den unheimlich schicken Zug nach Ventimiglia. Dort sollten wir in den Zug nach Nizza umsteigen. Es war eine wirklich sehr schöne Fahrt entlang der KRiviera. San Remo und Monaco lagen auf der Strecke und es gab gefühlte hunderte Tunnel. Auf jedem Bahnhof hielt die Zugbegleiterin mit den örtlichen Bahnangestellten ein Schwätzchen, man hatte sich bestimmt lange nicht gesehen. Oder sie nahm ein Paket entgegen, das sie dann zwei Bahnhöfe weiter wieder abgab usw. So schaffte es der Zug ca. 1 Stunde Verspätung hereinzufahren. Und unser Anschluss in Ventimiglia war weg. Nicht weiter schlimm, denn wir waren ja extra einen Tag früher gefahren und hatten unser Hotel gebucht.

Auf dem Bahnhof in Ventimiglia gab es allerdings an keinem Gleis eine Anzeige, welcher Zug wann und wohin fahren würde. Und die "netten" italienischen Bahnangestellten sprachen weder deutsch noch englisch. Und wir kein italienisch! Es gab auch keine Aushangfahrpläne, nichts. Panik, gestrandet am Ende der Welt! Schließlich erbarmte sich ein französischer Reisender, der mitbekam dass wir nach Nizza mussten und nahm uns unter seine Fittiche. Er war Kellner in Nizza und zeigte uns als wir am frühen Abend ankamen am Bahnhof noch den Taxistand.

So fuhren wir zu unserem Hotel, das sich natürlich als Bruchbude erwies. Aber egal, nach 20 Stunden Bahnfahrt waren wir total müde und hungrig. Wir bezogen unser Zimmer, das natürlich kein Zustellbett hatte, sondern nur ein etwa 1,60m breites französisches Bett. Das Zimmer hatte auch nur 3 Wände, ich sah bis dahin und seitdem niemals ein dreieckiges Zimmer, und führte auf eine autobahnbreite Prachtstraße, die hell erleuchtet war. Es gab auch keine Wanne, nur eine Dusche mit einer etwas höheren Brausetasse, die aber nur kaltes Wasser hatte. Auf der Suche nach einem Restaurant mit erschwinglichen Preisen fanden wir ein süßes kleines Bistro, wo es noch Sandwiches gab. Dann wollten wir nur noch schlafen.

Am nächsten Morgen suchten wir nach dem Frühstücksbuffet. In einem gruseligen Speisesaal mit dunklen Holzvertäfelungen an den Wänden stand es bereit. Es gab heiße Milch und Nescafepulver, hartgekochte Eier und Butter und alte Croissants. Trotzdem ließen wir es uns, mit der Vorfreude auf das Schiff, nicht verdrießen und aßen Etwas. Danach ließen wir uns mit dem Taxi zum dem Hafen bringen, in dem die Astor liegen sollte.

Wir fuhren am Meer entlang über die Prachtboulevards zum Hafen, eine sehr lange Kurve, die sich in den Hafen öffnete. Und da lag es, das wunderschöne weiße Schiff. Groß und schneeweiß leuchtend wie ein riesiger stolzer Schwan. Uns blieb die Luft weg.

Fortsetzung folgt.

Samstag, 29. Oktober 2011

Hexe im Radio

Hier nun der Link zu der Sendung, in der ich auch zu Wort gekommen bin. In dem Bericht über die Kölner Schmuckmadonna bin ich zu hören.

Hier klicken.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Die Hexe kommt ins Radio

Ja, tatsächlich, heute wurde ich von einer überaus netten jungen Redakteurin vom WDR Radio interviewt. Das Thema war eigentlich die Heiligenverehrung.

Ich wunderte mich ja schon etwas, das man ausgerechnet von einer Heidin wie mir eine Meinung dazu wollte. Aber offenbar hat mein Blog da für Neugier gesorgt. (Man sollte also nicht unterschätzen, wer Alles so in den Blogs mitliest) Befragt wurde ich zur Schmuckmadonna im Kölner Dom, die ich sehr schätze.

Nun will ich aber nicht verraten was ich gesagt habe, vielleicht wird es ja auch garnicht gesendet. Wer aber zuhören möchte, die Sendung läuft am kommenden Samstag, 29.10.2011 von 11 bis 13 Uhr auf WDR 5 und heißt Oase.


Montag, 24. Oktober 2011

Heute ist Freitag

Ich weiß nicht warum aber ich war heute den ganzen Tag auf Freitag gepolt.

Dauernd habe ich zu Kunden am Telefon gesagt, das kommt dann nächste Woche und war überrascht über den entsetzten Kommentar: "Waaas? Erst nächste Woche?" Zum Glück sind unsere Kunden nett und fanden meinen Irrglauben lustig.

Da war wohl reines Wunschdenken am Werk, oder wie sonst kann man nach einem Wochenende mit Faulenzen und Heavy Couching denken es wäre schon wieder so weit?

Habt ihr das auch schon erlebt? Ich meine so extrem?



Donnerstag, 20. Oktober 2011

Seit gestern ....

.....kann ich mal wieder kaum einen Schritt laufen. Mein rechtes Knie ist dick geschwollen, die Baker Zyste ist auch wieder prall gefüllt und ich könnte bei jedem Schritt laut heulen.

Hab schon dauernd mit Voltaren Salbe eingeschmiert, gleich auch nochmal. Ich hoffe, das geht bald wieder vorbei.

Na zum Glück ist ja bald Wochenende und dann ruhe ich mal so richtig aus. Endlich mal.

Nur schade, dass ich nicht nach Köln zum Konzert von Versengold und den Galgenvögeln komme. Die hätt ich gern gesehen.

Aber man kann eben nicht Alles haben.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Das neue Mittelalter

Manchmal passieren Dinge, da kann man nur den Kopf schütteln.

Da gibt es seit 3 Jahren ein wundervolle, sehr freundschaftliches Forum, wo alle User sich wohlfühlen, nur der Admin nicht. Immer wieder kamen Entscheidungen, die auch nicht zu hinterfragen erlaubt waren, die man kaum nachvollziehen konnte. Das gipfelte nun in einer plötzlichen Schließung und Löschung des Forums, nach einem nichtigen Streit mit einem User.

Aber, hocherfreut kann ich nun mitteilen, dass innerhalb von nun 5 Tagen 3 ehemalige User dieses Forums einen würdigen Nachfolger ins Netz gestellt haben. So können nun die verstreuten Schäfchen wieder zusammenfinden.
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Seltsamerweise kommt mir das Ganze wie ein Deja-vus aus Heidenforumzeiten vor.

Montag, 10. Oktober 2011

Shoppen


Habe ich euch eigentlich schon mal erzählt, dass ich kaum etwas mehr hasse als shoppen?

Am schlimmsten finde ich Schuhläden. Deshalb habe ich auch nur 10% der Schuhmenge, die eine Frau normalerweise hat. Allerhöchstens.

Heute musste ich mir eine neue elegantere schwarze Hose und ein schickes Oberteil für eine Hochzeit kaufen. Nun findet man in meiner Größe ja sowieso nicht wirklich viele schöne Sachen. Und wenn, dann eben furchtbar teuer.

Nun ja, es musste ja sein. Also rein in den großen (und billigen) Laden mit 2 Buchstaben und dem großen Jubiläumsangebot.

Und, oh Wunder! Ich musste garnicht lange suchen und fand gleich die Abteilung mit den gaaaanz vielen XXXen. Hose war gleich gefunden. Sogar in K-Größe. Und 2 nette Oberteile hingen auch daneben. Also ab in die Umkleide. Dort traf ich auf eine sehr gelangweilte Kundin, die sicher noch 2 X mehr in ihrer Größe hatte und mir nun
auch noch ihre Oberteile empfahl, die ihr zu eng waren. LILA Leoprint...schüttel!


Aber klasse, die Hose passte, nur eben zu lang, wie immer. Trotz Kurzgröße. Und die beiden Oberteile saßen top und waren auch schön. Und sogar eins der Oberteile der netten (nervigen) Kundin passte und sah gut aus. Ich konnte mich garnicht entscheiden.

Dieses hier ha
b ich dann genommen.


Und dann noch das schwarze Hängerchen mit der Baumwollspitze und die schwarze Bluse, die aussieht als sei sie 2-teilig.

Und das All
es innerhalb von 20 Minuten. Zum Glück. Und nun kann ich morgen zu der Hochzeit gehen. Falls ich passende Schuhe finde......







Foto: C&A

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Die Hexe geht in die Kirche

Ja, auch die Hexe geht in die Kirche, wenn es da etwas Besonderes gibt.

Am letzten Wochenende war ich ja mit meiner Gruppe Triskehle zu unserem Saisonabschlussmarkt in Creglingen in Baden-Württemberg. Das ist ein wunderschön
er romantischer Ort in der Nähe von Rothenburg ob der Tauber.

Wir hatten zwar nicht viel Zeit aber da es dort eine wirklich schöne alte Kirche gibt, die mit einem Tilman Riemenschneider Altar aufwarten kann, haben wir uns zwischen Sonntagsfrühstück und Marktbeginn die Zeit genommen und dieses Kulturgut besichtigt.



Das war ein tolles Erlebnis, da wir mit einem guten Freund und seiner Mutter dort waren und Alle bereits gewandet waren. Ich klingelte mit meinen Glöckchen aber Niemand nahm Anstoß daran. Für die anderen Besucher waren wir bestimmt ein toller Anblick in der mittelalterlichen Kirche.

Hier auch noch ein paar Fotos von dem Hauptaltar und den beiden Seitenaltären, die von einem unbekannten Künstler aus dem 15. Jahrhundert stammen. Ehrlich, mir haben die sogar noch besser gefallen.





Im Internet habe ich gelesen, dass diese Seitenaltäre nur selten geöffnet sind. Also ist dieses Bild wohl etwas Besonderes.

Der Fußboden der Kirche war fast nahtlos mit Grabplatten bedeckt. Ich konnte leider Nichts lesen, da ich meine Brille nicht dabei hatte. Aber die Platten
waren aus mehreren Jahrhunderten und zum Teil durch Panzerglas geschützt.







Die Kirche wird übrigens nicht mehr für Gottesdienste genutzt außer an ganz besonderen Festen. Sie heißt Herrgottskirche und ist eine evangelische Kirche. Man kann es kaum glauben aber diese herrlichen Kunstwerke haben die Bilderstürmerei der Protestanten überlebt.









Sonntag, 25. September 2011

Pieps nu abba echt im Mittelalter


Letztes Wochenende war ich ja mit der Hexe und ihrer Musikgruppe in Holland unter lauter seltsamen Leuten. War aber nicht mal ein echter Ritter dabei. Deshalb durfte ich auch noch 1 Woche länger da bleiben und nun waren wir Alle zusammen im Mittelalter.

Da war vielleicht was los. Ich wusste garnicht, wo ich zuerst gucken sollte. Und so hab ich eine Runde gemacht.

Zuerst traf ich auf den Bierli, das ist ein Mönch, der ganz leckeres Bier braut. Und ganz viele Gehilfen hat der, das sind alles Brüder.













Die waren total nett aber die wollten mich nicht probieren lassen weil ich zu klein bin. Haben die gesagt. Da bin ich dann einfach mal nach neben an zum Methändler gegangen. Aber die Flaschen waren alle zu und auch schwer.


Und dann kam eine Fee! Dachte ich. War aber ein Irrtum, denn es war Modron Rhiannon, die bei Triskehle Flöte spielen tut. Diesmal hatte sie aber ihre anderen Freunde von der Gruppe Frendskopp dabei. Bei denen spielt sie Dudelsack.

Zu mir war sie aber gaaaaanz lieb und ich find
e sie viel besser als die Gemeindeschwester. Und dann durfte ich sogar mit dem Dudelsack spielen.






Und dann hat sie mir was total spannendes gezeigt. Ich war ganz aufgeregt. Das musste ich wirklich nah sehen und sie hat mich dann auch hochgehoben, weil da stand:




Ja in echt! Ein Roulette nur für Mäuse, dachte ich. Da kann ich reich bei werden und dann ärgert sich die doofe Gemeindeschwester. Da bin ich natürlich gleich hin, auch wenn die Hexe mir erst kein Geld dafür geben wollte und mich gewarnt hat. Und...na ja...reich werden konnte ich dann wohl doch nicht. Seht selbst.









Arbeiten müssen Mäuse da! Zum Glück war gerade Pause.

Und die Hexe hat mich dann auch gleich da raus geholt. Und dann kam das Ding. Ich lernte eine echte, richtige Hexe kennen. Die verkaufte da allerhand geheimnisvolles Zeug und ich durfte in den Hexenkessel gucken.



Minerva war auch ganz nett und ich hatte auch keine Angst vor dem Qualm, auch wenn er seltsam roch.











Ich bin dann aber weiter rund gegangen und habe noch ein Einhorn getroffen. Das w
ar aber ganz kalt und hart. Ich hab ihm dann ein Küßchen gegeben, damit es mal wach wird.








Jetzt kommen ein paar Bilder von Mittelalterfreunden von der Hexe und ihren Musikkollegen.






Und hier darf ich helfen die CDs von Triskehle und Frendskopp zu verkaufen.







Aber jetzt...zum Schluss...zeige ich euch einen echten Ritter. Der heißt Eberhard und war sooooo toll. So richtig mit Kettenhemd und Schwert.



Aber leider ist der Ritter schon verheiratet.

So, nun bin ich aber wirklich müde von dem ganzen Besuch bei der Hexe. Nächste Woche fahre ich dann mal erst wieder nach Hause. Tschüß, eure Pieps.

Montag, 19. September 2011

Unter Vampiren, Zombies und anderen Strolchen



Hier nun der Bericht über die Reise von Pieps in die Welt der Feen, Elfen, Zombies und Vampire.

Die Spielleut Triskehle hatten ein sehr schönes Hotel in Geldern und Pieps freute sich
schon darauf. Weil Alle Hunger hatten, ging es in ein sehr interessantes Restaurant, wo es holländisches, deutsches und türkisches Essen gab. Weil Pieps sich nicht entscheiden konnte, probierte sie gleich von Allem.



Es war ein richtig schöner Abend und so saßen Alle noch ein wenig im Straßencafe des Hotels und lauschten den entfernten Klängen eines Live-Konzerts mit spanischen und französischen Liedern.




Lidania war sogar so großzügig und gab Pieps einen Schluck ihres Pinot Grigiot ab. Pieps wurde davon aber sehr müde und so legte sie sich zusammen mit Fräulein Josephin und dem Ritter Kunibert im Bett der Spielfrauen schlafen.













Am nächsten Morgen ging es dann nach Holland, zu der Elf Fantasy Fair rund um das Wasserschloss Arcen. Pieps war schon sehr aufgeregt. Schließlich ging es ja in eine Schloss und sie hatte ja extra ihr Prinzessinnenkleidchen an. Womöglich trifft sie dort einen Prinz.

Aber zunächst musste sie ja in das Schloss rein. Und als Erstes stand auf der Zugangsbrücke eine junge Wächterin, die nach einem Eintrittsbändchen fragte.


Das war ja nun ein Problem, denn Pieps hatte kein Bändchen. Aber Hilfe kam in Gestalt von Frank the barbarian King, der Pieps mitnahm und in das Schloss brachte. Leider hatte der aber keine Zeit mehr und so war Pieps plötzlich ganz allein. Die Spielleut waren aufgehalt
en worden und Pieps schaute sich neugierig um.

Was für merkwürdige Leute hier unterwegs waren. Sowas hat sie ja noch nie gesehen. U
nd oh Schreck, auf einmal wurde sie in einen komischen schwarzen Wagen gesetzt mit komischen Leuten drin.




Zum Glück kamen aber da schon die Spielleut und retteten
Pieps vor einer Entführung.




Nun wurde erstmal tüchtig Musik gemacht und dann ging es zu
Piratenfreunden von den Triskehlen. Aber auch da war gruselig, denn die sonst so netten Buccaneers hatten sich in blutrünstige Piratenmonster verwandelt. Zuerst wollte einer von der Besatzung sie beißen....



........und dann kam auch noch der furchterregende Kapitän Joshua Flint und zückte sogar sein Messer. Sollte es Pieps nun etwa an den Kragen gehen?


Aber zum Glück ist der berühmte Pirat ja ein guter Freund der Spielleut und machte nur einen Scherz. Es wurde dann ein wunderbarer Abend mit viel Rum und einem Lagerfeuer.


Mit am Feuer saßen auch noch die Musikanten Mr. Hurley und die Pulveraffen, die ihre Piratenlieder sangen.
Als Pieps dann auch noch anfing lauthals "Johoho und ne Buddel voll Rum..." zu grölen, fanden die Triskehlen es an der Zeit für den Samstag ins Hotel zu fahren.









Am nächsten Tag ging es gleich morgens wieder ins Schloss und diesmal ging es für Pieps etwas ruhiger zu. Man traf auf den bekannten Schauspieler und Autor Tommy Krappweis. Das ist der, der eine von Pieps Lieblingssendungen im Fernsehen erfunden hat. Bernd das Brot. Er war dort, um seine Bücher von Mara und dem Feuerbringer vorzulesen. Na ja, wenigsten ein bischen davon. Pieps hat ihn natürlich gleich beim üben unterstützt.

Ohne Pieps hätte er sicher nur halb so gut vorlesen können. Und dann durfte er auch noch auf Lidanias Laute spielen. Das konnte er sogar richtig gut. Pieps war ganz begeistert.








Und dann ist Pieps noch Jemand begegnet, damit hätte sie im Leben nicht gerechnet. Sie überlegte sogar kurz, ob das vielleicht ein Prinz sein könnte. Aber wahrsche
inlich war das doch eher ein Kumpel.


Das war natürlich ganz schön aufregend und Pieps Puls ging ziemlich schnell. Zum Glück trafen die Spielleut dann auf eine ganz bezaubernde Vampirin, die Pieps dann mit ihrem roten Getränk aus einer Infusion stärkte.


Nach all diesen vielen aufregenden Begegnungen wurde Pieps ziemlich müde. Tiburon gab ihr noch ein Gute-Nacht-Küsschen, danach ging es für Pieps dann ins Bettchen in Lidanias Auto.



Ich möchte mich bei Allen, die bei der Reise von Pieps so bereitwillig mitgemacht haben herzlich bedanken.