Donnerstag, 8. Juli 2010

Was ist richtig?

Zunächst mal eine kleine Geschichte.

Ein 16 jähriger Junge der bei seinem Vater lebt, bittet seine Mutter (Hartz IV) immer wieder um Geld. Sie gibt es ihm auch meistens aus schlechtem Gewissen weil sie ihm Nichts bieten kann, wie sie meint. Da sie aber eigentlich kein Geld übrig hat, muss immer wieder ihre Mutter einspringen. Obwohl auch sie nicht viel Geld hat.

Nun kam der Junge mal wieder und wollte 20 Euro. Seine Mutter sollte für eine Klassenfahrt auch etwas beitragen. Diese schickte ihn zur Oma. Nun wurde Oma aber sauer, weil der Vater des Jungen gut verdient und sie es für nicht richtig hält, die Mutter immer wieder unter Druck zu setzen. Also rief sie den Vater an und es stellte sich heraus, die Klassenfahrt war längst bezahlt und keine Rede davon, dass die Mutter zahlen solle.

Als Oma das dem Jungen vorhielt, gab der zu, das Geld für die Klassenfahrt für Tabak und McDonalds mit den Kumpels ausgegeben zu haben. Nun fand Oma, dass der Junge für diesen Schlamassel selbst gerade stehen müsse und seinem Vater die Wahrheit sagen solle. Sie gab ihm die 20 Euro nicht. Später rief der Vater bei Oma an und bedankte sich dafür.

Am anderen Tag kam die Mutter des Jungen zur Oma und war furchtbar böse. Omas Argument, dass man solchen Schwindel (der schon öfter vorkam) doch nicht unterstützen dürfe, versetzte sie erst richtig in Wut.

Jetzt frage ich euch, wer hat Recht? Die Mutter oder die Oma? Hätte die Oma dem Jungen das Geld geben sollen damit der Vater nichts davon merkt?

Kommentare:

Paderkroete hat gesagt…

nein ....und schon gar nicht wenn das schon öfters vorgekommen ist. Das sind Gaunereien die sich sonst verfestigen ....also das ist natürlich nur meine Meinung! Offene Karten und Ehrlichkeit finde ich da wichtiger ....und wenn der Junge Geld braucht ...das verstehe ich auch ...hätte er der Oma einmal Fensterputzen oder soetwas anbieten können mit der Bitte um die 20 Euro die er nunmal vergeigt hat!
lieben Gruss
die
Martina Paderkroete

brunos hat gesagt…

Also ich weiß nicht. Ist das so passiert?. Dann würde ich sagen, das die Oma Recht hat. Warum sollte sie ihm Geld geben? Damit er sich sich seine Freunde kaufen kann, indem sie zu MCD gehen? Finde das aber auch von dem Jungen sehr schäbig, immer wieder wegen Geld zu betteln,, obwohl er anscheinend alles bei seinem Vater bekommt. Aber es passt in die heute Zeit und zu den heutigen Jugendlichen.

paulina-amalia hat gesagt…

na, ich denke, die oma hat das schon richtig gemacht. mit 16 jahren ist einer schon alt genug um zu wissen was er tut - und das war ja wohl betrug, was er gemacht hat!
und vielleicht ist er auch noch jung genug, um zu lernen, dass er nicht betrügen soll...

LG karin

Stephanie hat gesagt…

Meiner Meinung nach hat die Oma völlig richtig gehandelt!

Warum allerdings der Junge mit 16 Jahren, einem Alter wo ein gewisses Verständnis für die finanzielle Situation der Mutter bestehen sollte, die eigene Mutter anlügt, ausnutzt und mit Emotionen spielt zur puren Egobefriedigung ist mir schleierhaft. Da läuft dann wohl generell was nicht so rund, oder?
Das ganze wirft bei mir überhaupt einige Fragen auf:
Warum lebt der Junge beim Vater? Warum will die Mutter was vor`m Vater verheimlichen, obwohl die Situation so offensichtlich ist?


Aber da mich das Alles ja gar nix angeht und Du nur nach der Oma gefragt hast, bleibe ich dabei: Selbstverständlich hätte die Oma diese egoistische Lüge, wenn auch pubertär entstanden wahrscheinlich, NICHT unterstützen sollen.

Lieben Gruß :-)

Juliane hat gesagt…

Kinder, die lügen und die Verwandtschaft gegeneinander ausspielen, haben ordentlich Streß verdient, oder nicht?

Frau Wolkenlos hat gesagt…

Die Oma hat das richtig gemacht. Der Junge ist erst 16 Jahre und es geht meiner Meinung nach nicht, dass er seine Eltern und seine Oma gegen einander ausspielt. Da der Junge bei seinem Vater lebt, sollte der auch wissen was sein Sohn so treibt. Mit dem schlechten Gewissen ihrem Sohn nichts bieten zu können muss die Mutter selbst zurecht kommen. Was heißt überhaupt nichts bieten können?. Es kommt doch wohl eher darauf an ob ihr Kind Aufmerksamkeit, Liebe und Verständnis von ihr entgegen gebracht bekommt. Es kann nicht immer nur um Geld und materielle Befriedigung gehen.
LG

Zwergenwelt hat gesagt…

die Geschichte ist schon dnenkwürdig! ein 16-jähriger nutzt Mutter, Vater und Oma aus, um seine speziellen Vorlieben umzusetzen, keine Rede davon, dass er selbst mal jobbt, um Geld zu verdienen, er spielt alle drei Erwachsenen gegeneinander aus, die ihm bereitwillig aus der Patsche helfen.. das sind die besten Wege, um aus ihm einen Schnorrer und Abzocker zu machen, der merkt, dass er es nur geschickt anstellen muß, damit er zu seinem Geld kommt.
Konsequenzen gibt es für sein Verhalten nicht, also wird er immer so weitermachen.
Jugendliche, die ihre Grenzen nicht gezeigt bekommen, auch frustratioen nicht erleben udn vor allem keine Konsequenzen für ihr Handeln fürchten oder ertragen müssen,werden in unserer gesellschaft scheitern. Denn das Leben funktioniert nicht so, miteinander leben auch nicht!
alle erziehungswissenschaftler, Pychologen und Pädagogen sind sich darüber einig.
traurig auch die Mutter, die anstatt Zeit, Liebe und aufmerksamkeit zu investieren, nur mit Geld ihr gewissen betäubt!

Liebe Grüße, cornelia

Grey Owl Calluna hat gesagt…

Wir waren alle mal jung und haben derlei Unsinn getrieben.
Die Lektion hat der Kerl verdient,...auf alle Fälle.Aber solange es nur um eine Schachtel Kippen und einen Besuch bei Mc Donalds geht.....ist daran doch nichts Schlimmes. Nur sollte der Junge halt nicht Lügen.....
Liebe Grüße
Grey Owl

Anonym hat gesagt…

Ich finde das die Oma absolut richtig gehandelt hat. Sowas darf man nicht Unterstützen, grade in dem Alter wird das spätere Verhalten geprägt. Ja wir alle waren Jung und wir alle haben Scheiße gebaut und wann haben wir damit aufgehört? Meistens dann als wir Erwischt wurden.
Daumen hoch für die Oma!
Gruß
Tom

Heinz-Peter Heilmann hat gesagt…

Die Oma hat vollkommen richtig gehandelt. Nur so kann er den Wert des Geldes kennen lernen und - was noch wichtiger ist - merken, wie schäbig es ist, zu lügen und die Gutmütigkeit der Oma auszunutzen. In unserer weitgehend wertefreien Zeit, hat die Oma damit ein Zeichen gesetzt und mehr Gutes bewirkt so manche mit der Erziehung überforderte Mutter.

Schlimmer als die Verplemperung von Geld für Schund wiegt die Lüge und Ausnutzerei. Die Schuld liegt aber in dieser Zeit in der bundesrepublikanischen Gesellschaft nicht allein bei Eltern und Verwandten. Das reicht viel tiefer bin in die Jahre 68, als der Verfall der Werte und Tugenden begann...

In diesem Sinne ein Kompliment für die Oma!

FrauJudith hat gesagt…

Die Mutter und Oma sollten ihm gar kein Geld geben!
Wahrscheinlich sieht er das Geld als Liebesbeweis.
Die Beteiligten sollten sich da mehr auf emotionaler Ebene auseinander setzen.

Lieben Gruß,

Judith

Anonym hat gesagt…

Oma hat Recht! Nur wenn Kinder die Folgen ihres Tuns auch spüren, lernen sie vorher zu überlegen.
Lieben Gruß
Lidania

Tina hat gesagt…

Die Oma hat auf jeden Fall richtig gehandelt, denn sie kann sich ja die Lügen des Jungen nicht einfach gefallen lassen. Er hat alle gegeneinander ausgespielt, um seine Fehler zu überdecken.