Montag, 30. November 2009

Drogen - Sucht

Ich denke schon eine Weile darüber nach. Drogen. Braucht man sie? Sind sie eine Geißel der Menschheit?

Hier nun meine eigenen Gedanken dazu. Zunächst mal, ich brauche sie nicht. Nicht zur Bewusstseinserweiterung, nicht zur Bewusstsseinsbetäubung. Ich mag nicht die Kontrolle über mich selbst verlieren. Ich will in jeder Situation klar und bewusst sein. Und vor Allem will ich in keine Abhängigkeit rutschen.

Aber da entsteht schon die Frage, was sind Drogen eigentlich? In der Medizin meint man damit aus getrockneten Pflanzenteilen hergestellte pharmazeutisch wirksame Substanzen. Der Name stammt aus dem holländischen und kommt von droog=trocken.

Heute meint man damit eher Marihuana,
LSD, Heroin, Opiate und die ganzen sogenannten Designerdrogen wie Chrystal Mab usw. Ich gebe zu ich habe ,außer mal einem Joint, Nichts davon ausprobiert und habe es auch nicht vor. Aus den oben genannten Gründen.

Aber was ist mit Alkohol und Nikotin? Für mich sind das auch Drogen. Sie führen ebenso zur Abhängigkeit, auch wenn sie nicht illegal und kinderleicht zu beschaffen sind. Und das leider im wahrsten Sinne des Wortes.

Geraucht habe ich niemals, zum Glück. Denn wenn ich in meiner Umgebung die vielen Raucher sehe und was für Probleme diejenigen darunter haben und hatten, die es aufgeben wollten. Ich bin da zum Beispiel total stolz auf Tom, der es vor 3 Jahren von heute auf morgen geschafft hat. Mit eisernem Willen und einer Menge Kaugummi. Nun dürfen Jugendliche unter 18 ja nicht mehr in der Öffentlichkeit rauchen aber nutzt das denn was?

Und noch gefährlicher, der Alkohol. Überall zu bekommen, für Jeden. Sicher, nicht Jeder der gerne mal ein Glas Bier oder Wein trinkt ist Alkoholiker. Aber wo ist die Grenze? Leider musste ich mich damit intensiver befassen, da im Familienkreis ein Alkoholiker ist. Bei den entsprechenden Beratungstellen heißt es immer, nicht die Menge des getrunkenen Alkohols zeigt die Sucht sondern die Regelmäßigkeit. Also, nicht das ab und zu betrunken sein ist entscheidend. Nein, die 2 Flaschen Bier jeden Abend zeigen die Abhängigkeit. Ich trinke hin und wieder auch gern mal ein oder zwei Glas Wein. Aber zum Glück muss ich das nicht. Ich kann monatelang darauf verzichten, ich brauche es nicht.

Für mich stellt sich nun eine neue Frage, warum nimmt man Drogen? Ich meine, ein "normal" denkender Mensch kann doch eigentlich nicht damit anfangen in dem Wissen, man kann süchtig werden. Nimmt man sie, um die Umwelt zu vergessen, zu verschönern? Sind die psychedelischen Erlebnisse es wert, seine Gesundheit und sein Leben aufs Spiel zu setzen? Und komme mir jetzt nur Keiner damit, das sei Alles nicht gefährlich. Wissenschaftler haben längst nachgewiesen dass selbst das "harmlose" THC abhängig macht und den Körper, insbesondere das Hirn, nachhaltig schädigt. Verharmlosung der Droge ist meist ein Zeichen von latenter Abhängigkeit.

Und ja, auch ich habe meine eigene ganz persönliche Sucht. Essen. Ja auch das kann zur Sucht werden. Leider.

So, soweit meine Gedanken und nun bin ich gespannt auf eure Meinungen. Besonders interessiert mich auch, muss man als Hexe oder Druide Drogen nehmen?

Kommentare:

Lyhaire hat gesagt…

Also mir geht es da ganz genauso wie dir was meinen eigenen Drogenkonsum betrifft.
Ich hasse das Gefühl nicht die kontrolle über mich zu haben und deswegen lasse ich inzwischen alle Finger von den Illegalen Drogen, habe aber früher durchaus auch mal Gras probiert. Wobei ich Haschisch und Gras noch die "besseren" Drogen finde - einfach weil sie therapeuthische wirkung haben können in manchen Krankheitsfällen. Und ich finde im Grunde auch Alkohol und Zigaretten gesundheitlich bedenklicher.
Ich hab ebenfalls in der Familie einen ehemaligen Alkoholiker udn uns wurde der satz beigebracht: im Grunde ist jeder der Alkohol trinkt alkoholiker - nur die einen können auch mal nein sagen. - und darin sah man die unterscheidung des krankhaften alkoholgenusses.

Ich bin auch stolz auf micd as ich vor 4 Jahren das Rauchen aufgehört habe - ebenfalls von heute auf morgen (ich hab sogar abgenommen - sieht man nur leider nix mehr von :( ) und ich vermisse nicht. Im gegenteil.
Sucht ist schon ein sehr hartes Thema. Was für mich noch dazukommt ist tablettenabhängigkeit die ich auch in der näheren umgebung erlebt habe - ein Grund für mich tabletten weitestgehend zu vermeiden solangs anders geht....

RUDHI - Chance hat gesagt…

MÜSSEN ist genau die falsche Motivation, da sie ja genau den Übergang vom Genuss-Mittel zum Sucht-Gift bedeutet! Die Medikamenten-Abhängigkeit der heutigen Gesellschaft ist übrigens ein weitaus größeres Problem, das nur aufgrund der Legalität und Renditen nicht als solches erkannt wird. Es gibt weitaus mehr Verkehrstote als Drogentote, wird deshalb der Verkehr abgeschafft? Der Atom-Müll kann bislang nicht sicher gelagert werden, und dennoch gibt die Atomlobby nicht auf! Gentechnik ist eine neue Bedrohung; selbst für die biologische Landwirtschaft, und dennoch setzen sich Großkonzerne durch... Aber privat ist es verboten, sich selbst seine Genussmittel auszusuchen? Der amerikanisch diktierte 'Krieg den Drogen' ist bei genauer Recherche eine Heuchelei sondergleichen! Aber es ist ja kein Wunder, dass der Weisse den Alkohol so herrlich findet, wird er doch ständig eucharistisch in den Himmel gelobt, als Symbol von Christi Blut...
Wer genaueres über dieses heikle Thema wissen will, lese bitte mein Buch etwas eingehender; um sich ohne eigene Erfahrung wenigstens ein objektiveres Urteil bilden zu können. Albert Hofmann (ein f!) ist 102 Jahre alt geworden, und geistig frisch und friedlich im Schlaf gestorben; was doch beweist, dass sein Wunderkind nicht nur Sorgenkind sein kann... Ich bin übrigens seit 30 Jahren Nichtraucher; ohne das Rauchen zu verurteilen, da ich heute noch weiß, wie genüsslich der Glimmstengel sein konnte! Und mein Taufpate ist am Alkohol draufgegangen; dennoch war er der sozialere, angenehmere Onkel als mein anderer, der eher abstinent und gefühlskalt gewesen ist...

Hexe hat gesagt…

Ihr habt Recht, die Tablettensucht habe ich total vergessen. Wahrscheinlich, weil in meinem Umfeld meines Wissens niemand Tablettensüchtig ist.

Trotzdem weiß ich immer noch nicht warum man überhaupt Drogen nimmt.

RUDHI - Chance hat gesagt…

Warum nimmt man MEDIZIN? Warum leben wir? Warum brauchen wir Schlaf? Müssen trinken, essen, und vögeln, wenn wir LEBENDIG bleiben wollen...? Ich dachte, Hexen wissen um solche Dinge aus Erfahrung!

Hexe hat gesagt…

Ich bin lebendig auch ohne mir den Kopf zu benebeln. Und ich will mich nicht mit Substanzen volldröhnen, die mich abhängig machen und mir den freien Willen nehmen. Mich zuletzt töten. Beispiel Chrystal Mab oder Heroin.

RUDHI - Chance hat gesagt…

Hast Du denn mein Buch LIEBE SEI DANK wirklich gelesen? Dann wärest Du in der Lage, zu unterscheiden zwischen Rausch-Mitteln und Sucht-Giften; und niemand sollte zu irgendetwas Schädlichem gezwungen werden; ich habe dieses Buch zur Aufklärung geschrieben; das Für Und Wider abgewogen; ein Problem mit Drogen haben vor allem Leute, die keine Erfahrung damit haben und solche, die sie missbrauchen...

Lyhaire hat gesagt…

Hm kommt drauf an.
Nehmen tuns beim ersten mal die meisten wohl aus neugier, Gruppenzwang oder was ähnlichem
Meist gibt es positive Erefahrungen (Botenstoffe und und und) Der Körper bekommt ein Glücksgefühl, man fühlt sich anders als normal. Dann macht mans weils spass macht, schmeckt oder auch weiterhin aus Gruppenzwang? Und irgendwann schleicht sich die Sucht mit ein. Die Psyschiche abhängigkeit ist in dem falle meist stärker als die physische. Denn die Physische ist überwindbar. Aber meistens werden solche Menschen doch wieder rückfällig.

Und da ist die frage: wieso ist das so? Ich hab da schon verschiedene Studien gelesen. Aber so ganz herausbekommen habe ich es noch nicht.

@ Rudhi Also ganz ehrlich -deine fragen nach löeben, schlaf, Medizin usw. lassen sich meiner meinung nach in keiner weise mitd em Konsum von Drogen vergleichen. Ich verteufel Drogen definitiv nicht - aber Drogen hat meiner ansicht nach nichts mit Leben zu tun. Im gegenteil finde ich den übermäßigen Konsum von Drogen lebensverneinend.

Hexe hat gesagt…

Lieber Rudhi, ja habe ich und ich habe es auch schon ausgeliehen.

Aber es beantwortet meine Fragen eigentlich nicht. Nämlich, warum man überhaupt das Bedürfnis hat sein Bewusstsein zu verändern.

Anonym hat gesagt…

Manche aus Neugier - andere aus Überdruss, weil sie in ihrem Leben den "Kick" vermissen, andere auch, weil sie nie gelernt haben, sich Problemen zu stellen und sie darum vernebeln und verdrängen möchten, statt sie zu lösen.
Ich denke, die Gründe sind vielfältig.
Kindern zu helfen, selbstbewusste Menschen zu werden, die sich selbst und ihr Gegenüber achten, kann sie vielleicht davor schützen und ihnen helfen sich "Gruppenzwängen" nicht unterzuordnen.

Meine Gedanken hierzu.....
Lieben Gruß
Lidania

Lyhaire hat gesagt…

"ein Problem mit Drogen haben vor allem Leute, die keine Erfahrung damit haben und solche, die sie missbrauchen..."

Seh ich ehrlich gesagt ganz anders.
Ein Problem mit Drogen habe ich nicht wenn ich nie ihre bekannschaft gemacht habe - wie denn auch? Sie gehen mir dann schliesslich am allerwertesten vorbei
Ein Problem hat ein Mensch meiner meinung nach mit drogen (jund ich habe mich lange und intensiv mit dem Thema beschäftigt) wenn er den realistischen bezug zu Drogen verloren hat. Sie nicht mehr als das sieht was sie sind sondern als wichtig, lebensnotwendig sieht.
Siehst du sie wirklich als Lebensnotwendig wie ich in deinem vorherigen Post herauslesen konnte?

Und nein ich habe dein buch nicht gelesen.

Hexe hat gesagt…

@Lyhaire
Ich glaube die Frage nach dem Buch galt mir.

Lyhaire hat gesagt…

Schon klar - aber ich dachte ich beuge einer frage in meine richtung vor :D Weil ich ja so fleissig mitdikutiere.

Alruna hat gesagt…

Da habe ich grade heute bei Wolf-Dieter Storl was passendes gelesen: Jugendliche nehmen Drogen, weil sie der Enge entfliehen wollen. In der Schule haben sie schon so einen Druck und werden von klein auf dressiert und abgerichtet. Da wollen sie der Enge durch Drogen entfliehen. Schlimm nur, dass sie es heimlich und ohne kompetente Führung machen, so dass es der Seele nichts nützt und sie nur zudröhnt. Naturvölker hätten praktisch kein Drogenproblem, da würde es nur rituell gelegentlich verwendet und dann wären da immer "Aufpasser" dabei.
Ich brauche all das zum Glück auch nicht, aber gelegentlich ein Gläschen Wein rundet doch schon mal einen wunderschönen, besonderen Abend ab.