Montag, 30. November 2009

Drogen - Sucht

Ich denke schon eine Weile darüber nach. Drogen. Braucht man sie? Sind sie eine Geißel der Menschheit?

Hier nun meine eigenen Gedanken dazu. Zunächst mal, ich brauche sie nicht. Nicht zur Bewusstseinserweiterung, nicht zur Bewusstsseinsbetäubung. Ich mag nicht die Kontrolle über mich selbst verlieren. Ich will in jeder Situation klar und bewusst sein. Und vor Allem will ich in keine Abhängigkeit rutschen.

Aber da entsteht schon die Frage, was sind Drogen eigentlich? In der Medizin meint man damit aus getrockneten Pflanzenteilen hergestellte pharmazeutisch wirksame Substanzen. Der Name stammt aus dem holländischen und kommt von droog=trocken.

Heute meint man damit eher Marihuana,
LSD, Heroin, Opiate und die ganzen sogenannten Designerdrogen wie Chrystal Mab usw. Ich gebe zu ich habe ,außer mal einem Joint, Nichts davon ausprobiert und habe es auch nicht vor. Aus den oben genannten Gründen.

Aber was ist mit Alkohol und Nikotin? Für mich sind das auch Drogen. Sie führen ebenso zur Abhängigkeit, auch wenn sie nicht illegal und kinderleicht zu beschaffen sind. Und das leider im wahrsten Sinne des Wortes.

Geraucht habe ich niemals, zum Glück. Denn wenn ich in meiner Umgebung die vielen Raucher sehe und was für Probleme diejenigen darunter haben und hatten, die es aufgeben wollten. Ich bin da zum Beispiel total stolz auf Tom, der es vor 3 Jahren von heute auf morgen geschafft hat. Mit eisernem Willen und einer Menge Kaugummi. Nun dürfen Jugendliche unter 18 ja nicht mehr in der Öffentlichkeit rauchen aber nutzt das denn was?

Und noch gefährlicher, der Alkohol. Überall zu bekommen, für Jeden. Sicher, nicht Jeder der gerne mal ein Glas Bier oder Wein trinkt ist Alkoholiker. Aber wo ist die Grenze? Leider musste ich mich damit intensiver befassen, da im Familienkreis ein Alkoholiker ist. Bei den entsprechenden Beratungstellen heißt es immer, nicht die Menge des getrunkenen Alkohols zeigt die Sucht sondern die Regelmäßigkeit. Also, nicht das ab und zu betrunken sein ist entscheidend. Nein, die 2 Flaschen Bier jeden Abend zeigen die Abhängigkeit. Ich trinke hin und wieder auch gern mal ein oder zwei Glas Wein. Aber zum Glück muss ich das nicht. Ich kann monatelang darauf verzichten, ich brauche es nicht.

Für mich stellt sich nun eine neue Frage, warum nimmt man Drogen? Ich meine, ein "normal" denkender Mensch kann doch eigentlich nicht damit anfangen in dem Wissen, man kann süchtig werden. Nimmt man sie, um die Umwelt zu vergessen, zu verschönern? Sind die psychedelischen Erlebnisse es wert, seine Gesundheit und sein Leben aufs Spiel zu setzen? Und komme mir jetzt nur Keiner damit, das sei Alles nicht gefährlich. Wissenschaftler haben längst nachgewiesen dass selbst das "harmlose" THC abhängig macht und den Körper, insbesondere das Hirn, nachhaltig schädigt. Verharmlosung der Droge ist meist ein Zeichen von latenter Abhängigkeit.

Und ja, auch ich habe meine eigene ganz persönliche Sucht. Essen. Ja auch das kann zur Sucht werden. Leider.

So, soweit meine Gedanken und nun bin ich gespannt auf eure Meinungen. Besonders interessiert mich auch, muss man als Hexe oder Druide Drogen nehmen?

Samstag, 28. November 2009

Schwäbischer Abend

Um unser Personenwahlbündnis zu finanzieren veranstalten wir ab und zu Themenabende im Cafe Courage. Heute gab es einen schwäbischen Abend.

Eine unserer Mitgliedsfrauen ist ursprünglich aus Ulm und sie hat heute den ganzen Tag gekocht. Es gab handgemachte Maultaschen in einer leckeren Fleischbrühe, Schupfnudeln mit Kraut und Speck und Käse-Spätzle. Es war ein Flatrate-Essen und für 10 Euro konnte man sich rund und voll essen. Und es war soooo lecker.

Vorher gab es dann noch einen kleinen Schwäbisch-Deutsch Kurs wobei viel gelacht wurde.

Trotzdem nicht so arg viele Leute da waren hatten wir viel Spaß und es gab einen Gewinn von 60 Euro für das Bündnis. So kann man Politik auch finanzieren.

Freitag, 27. November 2009

Advent.....kein Kerzlein brennt

Wenn ich auf euren Blogs lese, wie schön ihr dekoriert und wie ihr Weihnachten vorbereitet, werde ich ganz traurig. Mir ist überhaupt nicht weihnachtlich zumute.

Gestern haben wir es mit Mühe und Not geschafft den großen Leuchtstern ins Fenster zu hängen. Tom hat mich mit dem Rollstuhl über den "wunderschönen" Solinger Weihnachtsmarkt geschoben und wir haben neue Kerzen für unseren Adventskranz gekauft. Wir haben nämlich einen, den man immer wieder benutzen und anders dekorieren kann.

Leider gibt es in der Familie momentan viel Stress und Emotionen. Meine Tochter hat große Probleme mit und wegen ihrem 16 jährigen Sohn. Das trägt auch nicht gerade zur Weihnachtsstimmung bei. Und mein an-die-Couch-gefesselt-sein ebenfalls nicht gerade.

Und wenn ich aus dem Fenster schaue, dann werde ich müde und deprimiert. Grauer Regen und es wird nicht wirklich hell. Und in dem Baum gegenüber, wo der Sturm vor ein paar Tagen einen großen Ast rausgebrochen hat, wurde vorgestern viel gestutzt. Er ist kaum wiederzuerkennen.

Na ja, nachher holt Tom unsere Weihnachtskiste aus dem Keller und dann schaun wir mal....

Montag, 23. November 2009

Wetterkapriolen machen krause Gedanken



Ich weiß ja nicht, wie es bei euch aussieht aber hier bei mir spielt das Wetter verrückt. Einerseits ist es ziemlich warm für die Jahreszeit, andererseits stürmt und regnet es wie es sich im Herbst gehört.



Nun schaue ich mir das Ganze ja nur aus dem Fenster heraus an aber es ist richtig spannend. Vorhin brach bei einer heftigen Sturmbö ein großer, dicker Ast von einem Baum im Garten des Hauses gegenüber ab. Das krachte ganz schön. Ich hoffe, der Hund des Hauses war nicht im Garten. Aber man sagt ja, bei solchem Wetter geht kein Hund vor die Türe.

Dieser Hund tut mir sowieso leid. Es ist ein großer deutscher Schäferhund und der arme Kerl (oder Kerlin?) wird niemals ausgeführt. Der darf nur in den Garten sein Geschäft verrichten. Ich möchte in diesem Garten nicht mal zum grillen oder feiern eingeladen werden.Puh. Das ganze Grundstück ist auch nicht sehr groß. Vielleicht 6 mal 6 Meter. Das ist doch kein Auslauf für so ein Tier! Mal davon abgesehen dass das Tier jeden Fußgänger, der dort vorbei kommt, ausbellt. Auch Samstag- oder Sonntagmorgen um 7 Uhr. Ich finde das rücksichtslos von den Besitzern.

Dabei komme ich auf Rücksichtslosigkeit. Ist das normal, wenn eine gute Bekannte von mir krank im Bett liegt (ich vermute Grippe) und der 34 jährige Sohn kommt nicht und schaut nach dem Rechten? Dabei hätte er Zeit dazu. Sowas verstehe ich nicht. Leider kann ich selbst ja nicht helfen, sonst würde ich es machen.

Aber um wieder auf das Wetter zu kommen. Schlaft ihr auch so schlecht in den letzten Tagen? Ich kann erst nicht einschlafen und dann werde ich dauernd wieder wach. Meiner Meinung nach liegt das auch an dem seltsamen Wetter, was denkt ihr?

So, und noch ein großes Dankeschön an Bruno der mir einen Amazon Gutschein hat zukommen lassen. So konnte ich mir ein Teil von meinem Wunschzettel bestellen und hab mal wieder was Neues zu lesen. Das war wirklich nett von dir Bruno.

23 Uhr, Nachtrag. Meine Bekannte hatte endlich nach 5 Tagen einen Arzt da. Es ist eine Lungenentzündung.

Sonntag, 22. November 2009

Musikstöckchen

Bei Sterrenhemel fand ich dieses schöne Stöckchen und da ich momentan keine Lust auf tiefschürfende Blogbeiträge habe, nahm ich es mit. Wem es gefällt, der greife zu und nimmt es auch mit.

01 .:. Ein Song.. aus deiner frühesten Kindheit ...San Francisco von Scott McKenzie

02 .:. Ein Song.. den du mit deiner (ersten) großen Liebe assoziierst. Teenager in love

03 .:. Ein Song.. der dich an einen Urlaub erinnert. Macarena

04 .:. Ein Song.. von dem du in der Öffentlichkeit eigentlich nicht so gerne zugeben möchtest, dass du ihn eigentlich ganz gerne magst. Dragostea din te (oder so)

05 .:. Ein Song.. der dich - geplagt von Liebeskummer - begleitet hat. Time to say goodbye

06 .:. Ein Song.. den du in deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast. Tourdion

07 .:. Ein Song.. der dein liebstes Instrumental ist. Biscaya von James Last

08 .:. Ein Song.. der eine deiner liebsten Bands repräsentiert. Vollmond von In Extremo

09 .:. Ein Song.. in dem du dich selbst wieder findest oder in dem du dich auf eine gewisse Art und Weise verstanden fühlst. Die Internationale

10 .:. Ein Song.. der dich an eine spezielle Begebenheit erinnert (& welche das ist). Miteinander von Mutter Ey. Erinnert mich an die Ostermärsche in den 80er Jahren

11 .:. Ein Song.. bei dem du am besten entspannen kannst. You take my breath away von Sarah Brightman

12 .:. Ein Song.. der für eine richtig gute Zeit in deinem Leben steht. I'm nin alu von Ofra Haza

13 .:. Ein Song.. der momentan dein Lieblingssong ist. Scarborough Fair von Triskehle

14 .:. Ein Song.. den du deinem besten Freund widmen würdest. An Angel von der Kelly Family

15 .:. Ein Song.. bei dem du das Gefühl hast, dass ihn außer dir niemand gerne hört. An Angel

16 .:. Ein Song.. den du vor allem aufgrund seiner Lyrics magst. Sag mir wo die Blumen sind

17 .:. Ein Song.. der weder deutsch- noch englischsprachig ist und dir sehr gefällt. Hijo de la luna von Loona

18 .:. Ein Song.. bei dem du dich bestens abreagieren kannst. Country Roads von John Denver

19 .:. Ein Song.. der auf deiner Beerdigung gespielt werden sollte. Amazing grace von einer Dudelsack Gruppe

20 .:. Ein Song.. den du zu den besten aller Zeiten rechnen würdest Hotel California von den Eagles wegen dem Gitarrensolo

Samstag, 21. November 2009

Wochenende und ein Blog-Candy

Es gibt ein neues Blog-Candy auf einem meiner Lieblingsblogs. El Sapone verlost die wunderbarsten, duftendsten und schönsten homemade Seifen.

Schaut mal hier rein. Und viel Glück.

Außerdem wünsche ich allen meinen Freunden ein wunderbares Wochenende.

Donnerstag, 19. November 2009

Wie das Wetter so die Laune

Wie ihr ja wisst hänge ich nun schon fast 7 Wochen auf der Couch rum und so wie es aussieht wird das auch noch mindestens bis zum 30.11. so bleiben.

Morgens sah ich gestern und heute aus dem Fenster die Sonne aufgehen. Allerdings nur indirekt, denn das Fenster liegt gegen Sonnenuntergang. Aber gegenüber in einiger Entfernung steht das Hauptgebäude der Sparkasse und in den vielen Fenstern spiegelt sich die Sonne und es leuchtet und strahlt. Da die Bäume dazwischen keine Blätter mehr haben, sehe ich das ganz deutlich. Der Himmel ist leuchtend blau. Ein Wetter zum gute Laune bekommen.

Gestern war es mit dem Zauber allerdings schon nachmittags vorbei. Da stürmte es wie verrückt. Mal gespannt ob es heute auch so wird. Meine Stimmung ist genauso. Allerdings umgekehrt. Wenn die Sonne strahlt bekomme ich schlechte Laune, weil ich so gerne raus möchte und nicht kann. Und wenn der Sturm heult freue ich mich, weil ich gemütlich auf der Couch abhänge.

Ansonsten geht es mir gut. Schmerzen nur noch ganz selten und eigentlich auch nur, wenn ich zuviel in der Wohnung rumgehumpelt bin. Ich hoffe, am 30. bekomme ich endlich Physiotherapie verordnet. Das geht ja nur, wenn ich das Bein auch benutzen darf.

So, nun wünsche ich euch einen schönen sonnigen Tag. Und wenn bei euch das Wetter schlecht sein sollte, dann habt sie wenigstens im Herzen.

Dienstag, 17. November 2009

40 Jahre WDR Schulfernsehen

"Fernsehen macht nicht nur blöd, es machen zu viele Blöde Fernsehen." Jürgen Becker, Kabarettist.

Der Westdeutsche Rundfunk feiert im Moment 40 Jahre Schulfernsehen. Leider kam ich aufgrund meines hohen Alters nicht mehr in den Genuss aber meine Kinder. Und ich weiß, die meisten meiner Leser hier sind deutlich jünger als ich und müssten es auch kennen.

Nun finde ich das ja eine tolle Errungenschaft um den Unterricht interessanter zu gestalten. Aber meine Kinder haben nur selten in der Schule diese Sendungen geschaut. Am Anfang waren sie ja auch sehr steif, wie das Fernsehen ja allgemein damals, 1969, war. Aber immerhin, z.B. Thomas Gottschalk hat seine Karriere dort begonnen.

Der damalige Fersehdirektor Werner Höfer ließ seine Beziehungen spielen und schaffte es gemeinsam mit dem NRW Kultusministerium und einem deutschen Fernsehgerätehersteller (inzwischen pleite) alle Haupt- und Realschulen sowie die Gymnasien mit TV-Geräten auszustatten. Inzwischen findet Schulfernsehen viel mehr im Internet statt und die Fernsehsendungen heißen Planet Schule. Und auch sie Sendungen sind viel interessanter und flotter geworden.

Ich selbst kannte nur Schulfunk im Radio aber auch der wurde in der Schule nur selten eingesetzt. Nun ja, ich war ja auch nur in der Volksschule. Vielleicht war das in den weiterführenden Schulen anders. Aber zuhause habe ich total gerne Schulfunk gehört. Ich erinnere mich besonders gern an die Sendung "Neues aus Waldhagen", wo anhand eines fiktiven Dorfes in Hörspielform Staatsbürgerkunde vermittelt wurde. Auch Englisch habe ich durch den Schulfunk enorm vertiefen können.

Wie erinnert ihr euch an Schulfernsehen und Schulfunk?

Montag, 16. November 2009

Die 25.000 verpasst

Nun pass ich schon die ganze Zeit auf, um den 25.000ten Blogbesucher nicht zu verpassen und heute morgen zeigte mir die Bloggerei gerade mal etwas mehr als 24.600 an. Und nun?

Statistische Informationen
Angemeldet seit: 09.02.2008 22:16
Letztes Posting am: 16.11.2009 08:23
Besucher seit Anmeldung: 26116
Besucher/Tag: 40
Besucher heute: 64
Aktueller Monat


Hab ich doch glatt den 25.000 verpasst.

Heavy Couching

Nun hänge ich also schon 3 Wochen in der Wohnung auf der Couch herum. Davor 1 Woche Krankenhaus und davor 2 Wochen krankgeschrieben wegen nicht-laufen-können. Oh man, so was von heavy couching hält man ja nicht aus.

Ich brauche auch mal frische Luft zwischendurch aber Tom muss ja auch arbeiten und wenn er abends schon stöhnend nach Hause kommt und dann auch noch kocht, traue ich mich nicht mehr um "Ausgang" zu bitten. Letzten Samstag waren wir mal wieder für eine Stunde in der Stadt und es war auch schön aber ich hab dann immer so ein schlechtes Gefühl, weil Tom sich so anstrengen muss wenn er mich rumschiebt. Auch wenn er nix sagt.

Und ich will endlich wieder mal selbst kochen. Aber der Rolli passt nicht in unsere winzige Küche.

Und meine lieben Freunde melden sich auch nur, wenn sie irgendwas wollen. Nur mal so um mich zu besuchen kommt Keiner oder ruft wenigstens nur einfach so mal an. Klar, sie rufen an und fragen wie es mir geht. Aber eigentlich geht es dann doch nur um eine Rede die ich schreiben soll oder eine neue Ausgabe unserer Zeitung die ich gegenlesen soll. Oder solche Sachen.

Ehrlich, ich hab voll den Durchhänger und krieg langsam die Couchkrise.

Samstag, 14. November 2009

Ein unglaubliches Blog-Gewinnspiel

Auf Brunos Blog fand ich den Hinweis auf dieses Gewinnspiel. Gewinn ist das Acer Apire D250.

Und alles was ihr dafür tun müsst ist, ein wenig für das Gewinnspiel zu werben:

  1. Twitter – 1 Los
    Ihr twittert einfach kurz über das Gewinnspiel, in dieser oder Ähnlicher Form: „Netbook zu gewinnen:http://infor2blog.wordpress.com/2009/11/09/verlosung-acer-aspire-d250-zu-gewinnen/, @Carabonk
  2. Blogpost – 4 Lose
    Ihr bloggt einfach kurz über den Blog und das Gewinnspiel.

Ihr könnt natürlich auch beides tun, dann kommt ihr auf die unglaubliche Summe von.. ehm.. FÜNF Losen : )

Ich könnte das Teil sooo gut gebrauchen!!!




Freitag, 13. November 2009

Auch mal ein paar Gedanken um den Tod von Robert Enke

Nachdem der Torhüter Robert Enke sich umgebracht hat, gibt es in den Medien einen unglaublichen Hype darum. Fast wie bei Michael Jackson. Am Anfang stand bei den Meisten die Bestürzung aber inzwischen gibt es immer mehr Stimmen, die den Toten als Feigling, Weichei oder Schlimmeres bezeichnen.

Am meisten wird von diesen Leuten der Lokführer bedauert. Ich habe mal gelesen, statistisch gesehen hat jeder Lokführer in seinem Arbeitsleben 2,5 Selbstmorde zu verkraften. Das fand ich schon immer ganz furchtbar, wie kann man so etwas verarbeiten?

Aber ich war auch einmal in einem Seminar wo es auch über Depressionen ging. Und das ist eine ganz furchtbare Krankheit. Nicht die kleinen depressiven Verstimmungen, die Jeder mal hat. Ich meine die wirklichen Depressionen, die das Leben zerstören und von der Umgebung meist nicht ernst genommen werden. Wer Depressionen hat ist eben ein"Weichei" oder will sich nur aus der Verantwortung ziehen. Wenn so ein Mensch sich dann umbringt, kann er garnicht darüber nachdenken, was er Anderen damit antut.

Und ob Herr Enke (den ich vorher garnicht kannte) nun prominent war oder nicht, er war ein Mensch!!!! Und das Theater was jetzt gemacht wird, macht nicht er, dass macht der Fußballzirkus aus welchem Grund auch immer. Und es ist auch sicher nicht im Sinne des Toten.

Sicher tut mir der Lokführer und seine Familie leid. Mir tut aber auch Enkes Familie leid. Bei einem unbekannten Selbstmörder ist es für die Familie schon schwer zu verkraften, denn man macht sich auch wider besseres Wissen Vorwürfe ob man es nicht doch hätte verhindern können. Aber das jetzt in der Öffentlichkeit verarbeiten zu müssen stelle ich mir noch viel furchtbarer vor.

Und mir tut Robert Enke leid. Wie einsam muss er sich gefühlt haben und wie groß muss der Druck gewesen sein, dass er keinen anderen Ausweg mehr sah als den Tod. Und ich glaube, es gehört einiges an Mut dazu, sich vor einen Zug zu werfen. Ich hätte ihn nicht.

Donnerstag, 12. November 2009

Sehr schnell...


...wurde meine Reklamation wegen der defekten Flöte bearbeitet. Heute brachte mir die Post schon die Ersatzflöte und diese ist in Ordnung.

Jetzt übe ich also fleißig. Macht mir großen Spaß und meine Kater sitzen zu meinen Füßen und wundern sich über die seltsamen Töne.


Dienstag, 10. November 2009

Pech gehabt

Von einem netten Musikerkollegen, Erwin vom Creichgowe von Patapan, habe ich zwei wunderbare Lernhefte für die Tin Whistle, die irische Flöte, bekommen. Leider habe ich nur eine Sopranblockflöte und da ist die Grifftechnik anders. Also habe ich mir eine original irische Tin Whistle bestellt.
Das ist also eine original Guinness Edition. Damit müsste es ja klappen. Aber leider kam die Flöte heute verbogen bei mir an. Ich hab natürlich gleich reklamiert und man will mir eine Neue schicken. Ich hoffe, das dauert nicht sooo lange. Schließlich möchte ich ja endlich anfangen.

Das hier sind übrigens die Lehrbücher von Erwin. Damit kann man sogar nebenher noch Noten lernen, was ich ja auch nicht kann. Ich hoffe, bis zur nächsten Marktsaison kann ich dann unser Repertoire mit ein paar Flötentönen auffrischen.

Beide Bücher scheinen mir sehr gut zu sein und ich möchte sie empfehlen.
Zu der Flöte gehörte auch noch ein Notenheft mit vielen irischen Liedern und deutscher Erklärung.






Alle Bilder sind von Amazon.




Sonntag, 8. November 2009

Kevinismus-Chantallismus

In einer Gruppe bei wkw fand ich diesen Text, den ich euch nicht vorenthalten möchte.

Kevinismus - Chantalismus
Als Kevinismus (auch: Chantalismus)
bezeichnet man die krankhafte Unfähigkeit,
menschlichem Nachwuchs menschliche Namen zu
geben. Kevinismus führt bei den Erkrankten
und vor allem bei deren Nachwuchs zur
sozialen Isolation. Die Betroffenen
entwickeln eine Psychose gegen gesunde
Menschen und verkehren nur mit Personen, die
ebenfalls an Kevinismus leiden.

Nicht ganz ernst zu nehmen natürlich.

An Kevinismus Leidende haben empfindliche
synaptische Störungen, menschlichem Nachwuchs
sozialverträgliche Namen zu geben.
Ungeachtet, ob es sich um imaginären
Nachwuchs in einer Diskussion oder ob es sich
um den tatsächlichen, geborenen Nachwuchs
handelt; sie favorisieren stets grausam
exotische Namen, die ungeachtet der späteren
Entwicklung des Kindes zu gesellschaftlichen
und familiären Nachteilen führen. Die
favorisierten Namen kann man eindeutig in die
Kategorien Kitsch und Naivität einordnen. Sie
stammen häufig aus mehr oder weniger
erfolgreichen Telenovelas oder sind Namen aus
anderen fragwürdigen Quellen.

Ursachen

Da die Krankheit ausschließlich bei
gebärfähigen jungen Frauen auftritt, die sich
in der Endphase der Pubertät befinden, geht
man davon aus, dass die Krankheit hormonell
induziert ist. Durch das bewusste Erleben von
Geburten in der Verwandtschaft und im
Bekanntenkreis gerät der Hormonhaushalt der
Betroffenen durcheinander. Der Körper kommt
mit dem Hormonüberschuss nicht klar. Vor
allem die Hirnregion, die die Sozialkompetenz
steuert, ist davon betroffen. Die Betroffenen
entwickeln dadurch erhebliche
Namensfindungsstörungen. Gleichzeitig prägt
sich bei ihnen eine schwere Form der
Selektiven Wahrnehmung aus.


Verbreitung

Die Krankheit kommt in allen
Gesellschaftsschichten vor. Sie tritt jedoch
in den Randschichten verstärkt auf.
Seltsamerweise haben sowohl Menschen der
Unterschicht (Sozialhilfeempfänger und Hartz
IV-Empfänger) als auch der Oberschicht
(Prominente, Schauspieler und Popstars) das
Bedürfnis, ihren Kindern vollkommen exotische
Namen zu geben. Ein Grund könnte sein, dass
sie die Einzigartigkeit ihrer Kinder auf
übertriebene Art nach außen demonstrieren
wollen. „Mein Kind ist etwas Besseres als die
anderen.“ In der Mittelschicht ist der
Kevinismus so gut wie gar nicht anzutreffen,
da hier altmodische Namen wie Johanna,
Wilhelm und Franziska bevorzugt werden. Seit
aber im Jahre 1973 die flächendeckende
Verteilung eines schwedischen Möbel-Kataloges
eingeführt würde, heißen die
Mittelschicht-Kinder überwiegend wie
Ikea-Regale: Tjark, Torge, Geske, Kjell,
Arved, Ole, Jette, Bjarne, Frigga, Tomte,
Mella, Björk, Lasse, Sören und Knut.

Symptome

Es gibt verschiedene Symptome, die auf eine
Erkrankung an Kevinismus hindeuten:

* die favorisierten Namen sind ausnahmslos
Doppel- oder Dreifachnamen
* Einzelnamen und gesellschaftlich bereits
etablierte Namen werden verächtlich
kommentiert
* mindestens einer der Namen endet auf -ia,
beinhaltet ein y oder beginnt mit Ch
* ungewöhnliche Verwendung diakritischer
Zeichen wie í, ë oder ŷ
* werden die Namen niedergeschrieben, so
werden sie stets mit Herzchen oder blinkenden
Smilies verziert
* der Wohlklang der erwählten Namen wird der
Umwelt durch Autoaufkleber auf der
Heckscheibe kundgetan
* manisches Verlangen, die Namen französisch
oder englisch angehaucht aussprechen zu
wollen
* die Konversation mit anderen Erkrankten
führt in der Regel nach wenigen Minuten zur
Hyperventilation

Die Erkrankten reagieren auf Kritik verbal
äußerst aggressiv. Sie sind zu weiteren
Diskussionen nicht in der Lage und flüchten
sich in Beschimpfungen und Ignoranz

Diagnose

Die Diagnose ist eindeutig zu erheben.
Zunächst wird passiv die Krankengeschichte
(Anamnese) betrachtet, indem die Konversation
der Betroffenen mit Gleichaltrigen verfolgt
wird. Es bietet sich dazu an, eventuelle
Webforen-Teilnahmen und Internet-Blogs der
Person aufmerksam zu verfolgen. Ist dort das
überwiegend herrschende Thema Nachwuchs,
Familie und Kindernamen, ist die Gefahr des
Kevinismus gegeben. Um dies zu bestätigen,
schaltet sich nun der Beobachtende aktiv in
die Konversation ein. Durch vorsichtige
Kritik am Namensgeschmack („Du, den Namen
finde ich jetzt nicht so toll“) versucht er
sich der Person zu nähern. Reagiert diese
schlagartig gereizt und aggressiv, so ist sie
eindeutig an Kevinismus erkrankt.

Bei der Diagnose ist stets zu
berücksichtigen, wie gebräuchlich und
anerkannt der gewählte Name im Kulturkreis
der Eltern ist. So ist der US-Amerikanische
Schauspieler Kevin Spacey ein vollkommen
akzeptiertes Mitglied der US-Gesellschaft,
zumal er in den frühen 1990er die Coolness
erfand. Bei den Eltern eines deutschen Kindes
mit diesem Vornamen wäre die Diagnose
hingegen eindeutig

Therapie

Da sich Kevinismus rasend entwickelt,
gestaltet sich die Therapierung äußerst
schwierig. Durch gutes Zureden allein
erreicht man in der Regel keinen Erfolg. Hier
muss der Lebenspartner verantwortungsbewusst
ansetzen. Er muss die Erkrankte mit
ausdauernder und wiederholter Kritisierung
ihres Namensgeschmacks und ihrer Intelligenz
behandeln. Weiterhin muss er ihr täglich vor
Augen führen, dass das Kind -so Gott will-
irgendwann erwachsen wird und dass dann
dieser Name hinderlich sein wird. Auch ist es
hilfreich, wenn die Schwiegereltern sich
ihrer sozialen Rolle bewusst werden und
ebenfalls diese Behandlungsmethode anwenden.

Leider verkommt der durchschnittliche
deutsche Mann immer mehr zum Pantoffelhelden,
so dass sich die Krankheit ungehindert
ausbreiten kann. Aus diesem Grund ist die
Krankheit in islamischen Ländern vollkommen
unbekannt. Beim ersten Anzeichen an
Kevinismus wird die traditionelle
Behandlungsmethode „Tracht Prügel“ seit
Jahrhunderten erfolgreich angewandt. Zur Zeit
läuft am Universitätsklinikum Göttingen eine
Studie, die feststellen soll, ob durch den
„Pädagogisch adäquaten Transfer
soziologischer, charakterbildender Hilfe“
auch erkrankte deutsche Frauen behandelt
werden können. Obwohl die Studie über einen
längeren Zeitraum ausgelegt ist, sind die
ersten Testergebnisse vielversprechend.

Prognose

Kevinismus ist ein großes soziales Problem in
Deutschland. Da die Erkrankten zeitweise
unzurechnungsfähig sind, geht von ihnen eine
große Gefahr aus. Häufig sind schon
Lebenspartner, die die Behandlung nicht
selbstbewusst genug durchgeführt haben, von
den Erkrankten in einem akuten Anfall
verletzt worden.

Kinder, die mit diesen Namen gesegnet sind,
haben oftmals eine schwierige Kindheit vor
sich. Sie werden häufig von den anderen
Kindern im Kindergarten und später von ihren
Klassenkameraden gehänselt. Sie entwickeln
sich in dieser Phase zu AK oder werden
introvertiert. Eine kriminologische Bewertung
geht davon aus, dass diese Kinder eine höhere
Wahrscheinlichkeit haben, Elternmörder oder
Amokläufer zu werden.

Auch kann nicht verkannt werden, dass ihnen
der soziale Aufstieg meistens verwehrt
bleibt. Spätestens beim Bewerbungsgespräch
erfahren sie die volle Härte, die der von den
Eltern vergebene Name mit sich bringt. Kinder
prominenter Eltern werden dagegen keine
Schwierigkeiten im Umgang mit Gleichaltrigen
haben, da ihnen generell kein Umgang mit
Gleichaltrigen erlaubt wird. Bei den
weiblichen Erwachsenen kommt erschwerend
hinzu, dass mit ihren Namen das
Prostitutionsgewerbe assoziiert wird.
Zitate

* „Mama, warum heiße ich so?“
* „Wenn du willst, dass der Name unserer
Tochter wie ein Badreiniger klingt, bitte
schön! Dann darfst du dich aber nicht
wundern, wenn sie irgendwann anfängt Domestos
zu trinken.“
* „Ah geh, Schadé, kimm amai her!“ (Mutter
ruft den kleinen Shadé in München zu sich)
* „Scheiiiißen! Komm rein, Mittagessen!“
(Mutter ruft den kleinen Jason zu Tisch)
* „Üffes! Komm mal her!“ (Mutter ruft den
kleinen Yves auf dem Spielplatz in Köln zu
sich)
* „Ich heiße doch aber Frankoise!“ (Empörtes
Kind in Ostdeutschland am ersten Schultag,
nachdem der Lehrer seinen Namen
fälschlicherweise „Françoise“ ausgesprochen
hat)
* „Jaakeeeliiiine..komm !! Dat Esse wiard
kalt !!“ {Mutter aus dem Ruhrpott - die ihr
Kind zum Essen ruft

Test - Test - Test

Bei Fairy fand ich diesen Test und musste ihn gleich ausprobieren. Allerdings unter erschwerten Bedingungen. Das heißt, liegend, Laptop auf dem Bauch balancierend. Dafür ist er doch nicht schlecht ausgefallen, oder?


44 Wörter

Speedtest

Donnerstag, 5. November 2009

Lesestöckchen

Da ist mir langweilig und schon kommt ein Stöckchen von der lieben Feona Malea geflogen ... na dann will ich mal:

~beim Essen - Niemals, dazu esse ich zu gerne.

~beim Baden - Aber immer. Ich lese am allerliebsten in der Badewanne.

~am Örtchen - Nein, ich habe mal gelesen, wenn man dort zu lange sitzt und liest, bekommt man Hämorrhoiden.

~beim Laufen - nein, dann würde ich Alles umrennen.

~beim Friseur - In den doofen Zeitungen schau ich mir nur die Bilder an, wenn überhaupt.

~im Wartezimmer - Ja, wenn ich daran gedacht habe ein Buch mitzunehmen.
~in der Werbepause - Nee

~im Auto (als Beifahrer) - Im Auto wird mir kotzübel wenn ich lese

~im Park, Freibad, etc. - nein, ins Freibad geh ich nie und in Parks laufe ich herum.

~in der Kassenschlange - nur die Preisschilder

~im Bett nach dem Aufwachen - Häh? Sicher nicht.

~in der Pause (Kino, Theater, etc.) - Nee

~bevor der Hauptfilm im Kino beginnt - Nein, da quassel ich lieber mit meiner Begleitung.

~in der U-Bahn, Straßenbahn, im Zug - Jawohl ... guter Zeitvertreib, wenn es mal wieder länger dauert.

~an der Haltestelle / auf dem Bahnhof - Auch hier - ein guter Zeitvertreib wenn man länger warten muss

~im Restaurant oder Café (wenn man alleine ist) Da bin ich nie allein.

~unter der Bettdecke mit Taschenlampe (als Kind) - Ja, absolut und immer wieder gerne.

~während des Kochens (Kochbuch zählt nicht) - Nur wenn das kochen, schmoren lange dauert.

~während eines Besuches (wenn der Gastgeber telefoniert, etc.) - Kann mich nicht dran erinnern, nein.

~während langer Computerprozesse (Scannen, Booten, etc)- Ehm ... nö

~auf der Arbeit / in der Schule -nein, nur die dorthin gehörenden Bücher.


Also ich lese um des Lesens willen und konzentriert.

Ich werfe das Stöckchen weiter an:

Garden of Moonlight
Frau Wolkenlos
Moondaughter


Mir geht es gut....

...nur laufen kann und darf ich noch nicht.

Am Montag habe ich die Fäden gezogen bekommen und nun muss ich vorläufig nicht zum Arzt. Bis 2. Dezember bin ich erstmal krankgeschrieben aber danach wird es noch weiter gehen.

Bis jetzt ging es zuhause ganz gut. Kurze Wege kann ich ja ganz gut auf Krücken bewerkstelligen. Und Tom hatte sich 2 Wochen Urlaub genommen und so hat er die ganze Hausarbeit gemacht. Ich muss sagen, er hat in der Zeit ganz gut kochen gelernt. Wir waren ein tolles Team. Ich habe ihm Schritt für Schritt erklärt was er machen muss und er hat es richtig gut gemacht. Heute gab es eine tolle Rindfleischsuppe mit Gemüse, Nudeln und Klößchen. Aber auch Schweinebraten und Hähnchen hat er schon hin bekommen. Ich bin wirklich stolz auf ihn.

Nächsten Montag muss er nun wieder arbeiten und dann müssen wir mal sehen, wie es dann klappt. Aber ich bin zuversichtlich.

Eine erfreuliche Post

Heute erhielt ich ein wundervolles Überraschungspäckchen von Fairy. Bei ihrem Blogcandy hatte ich gewonnen und heute erhielt ich nun ihre Post. Leider kann ich momentan keine eigenen Fotos hochladen, so dass ich euch nur beschreiben kann, was für Schätze das Päckchen enthielt.

  • eine wunderschöne selbstgebastelte Karte mit einem 3-D Motiv
  • 2 Bögen mit Blumen- und Weihnachtsaufklebern
  • einen kleinen Engel
  • verschiedene kleine Sticker, für die ich mir noch eine tolle Verwendung einfallen lasse
  • einen Edelstein
  • einen Rabattgutschein von Douglas
  • ein Stückchen Seife
  • eine selbstgemachte Perlenblume
  • ganz süßes Geschenkband mit Herbstmotiven
  • 2 Rollen Glitzerklebeband
  • eine wirklich sinnvolle Engelskarte
  • und der Höhepunkt: selbstgemachte Apfel-Kürbis Marmelade
Liebe Fairy, ich bin noch immer total überwältigt. Vielen Dank dafür.

Mittwoch, 4. November 2009

20 Jahre - Fall der Berliner Mauer

Nun ist es fast auf den Tag genau 20 Jahre her, als die Mauer in Berlin fiel. Meine persönlichen Erinnerungen an diesen Tag und vor allem an die Nacht sind geprägt von Angst und Erleichterung.

Mein damaliger Mann arbeitete damals für den Brücken-Verlag. Dieser DKP eigene Verlag importierte Bücher aus der DDR und dem gesamten östlichen Raum. Viele dieser Bücher waren wirklich sehr gut. Besonders Fachbücher für Studenten, die teilweise besser und vor allem billiger waren als westliche Erzeugnisse. Mein Ex fuhr jede Woche einmal mit einem 40 Tonnen Laster nach Leipzig um Bücher abzuholen. So auch an diesem speziellen Tag. Üblicherweise blieb er über Nacht in Leipzig und kam am nächsten Tag zurück.

Abends saß ich allein vor dem Fernseher und sah die Nachrichten von den unglaublichen Ereignissen in Berlin und der restlichen DDR. Ich bekam Angst, denn wie sollte man ahnen können, ob die ganze Sache nicht irgendwann kippt und geschossen wird. Stundenlang wich ich nicht mehr vom Fernseher. Ich sah die jubelnden Menschen, die Sektflaschen, die über die Trabbis flossen und mir war schlecht. "Hoffentlich geht das gut", dachte ich nur.

Endlich, mitten in der Nacht kam ein Anruf. Mein Ex hatte, genau wie ich, dem Frieden nicht getraut und war sofort losgefahren. Er schaffte es tatsächlich, vor dem großen Andrang an einem Grenzübergang anzukommen und rief mich von der ersten Telefonzelle im Westen aus an. Was für eine Erleichterung!!

Dann die nächsten Tage. Die ersten Trabbis die bei uns in Solingen ankamen. Das war extrem exotisch. Aber nachdem es immer mehr wurden, kam bei einigen Leuten der Gedanke auf, die kommen aber die gehen vielleicht nicht mehr. Schrecklicher Gedanke für Einige.

Was mich wirklich störte war die Haltung von den westdeutschen Politikern, besonders Kohl, die so taten, als ob sie auch nur irgendeinen Anteil an der Öffnung der Grenzen hatten. Meiner Meinung nach hat das Volk der DDR sich ganz allein befreit. Mit den Massenfluchten über Ungarn und vor allem mit den mutigen Montagsdemonstrationen vor allem in Leipzig. Kein Kohl hatte da auch nur irgendein Quentchen dran mitgewirkt. Ich ziehe heute noch einen imaginären Hut vor den mutigen Menschen im östlichen Teil Deutschlands.

Die Wiedervereinigung kam dann irgendwie wie ein Tsunami über beide deutsche Staaten. Unüberlegt und auch unbefriedigend. Diese schreckliche Ossi-Wessi Haltung. Wer ist nun der bessere Deutsche? Mich hat das immer angekotzt.

Hier eins meiner Lieblingslieder dazu:



Und heute? Sind wir wirklich wieder "ein Volk"? Oder trennen uns nach 20 Jahren immer noch ideologische und menschliche Unterschiede? Seit der Wende war ich nicht mehr in den neuen Bundesländern. Nicht weil ich nicht wollte, es hat sich einfach nicht ergeben.

Deutschland einig Vaterland? Nein, für mich nicht. Ist mir auch nicht wichtig, denn ich bin aus ganzem Herzen Europäerin. Mir egal ob ich Wessi oder Ossi, Deutsche oder Ausländerin bin. Aber das es diese unsägliche Grenze nicht mehr gibt finde ich wunderbar.

Was habt ihr für Erinnerungen an diesen Tag und diese Zeit?

Dienstag, 3. November 2009

Rockerkrieg in Solingen?

Vor etwas mehr als einem Jahr hat eine Gruppe der Hells Angels Midland in Solingen eine schon ewig leerstehende und verkommene Knepe gemietet und zu einem schönen Clubhaus umgebaut.

Um Vorbehalten in der Solinger Bevölkerung zuvor zu kommen, wurden zu jedem der dort stattfindenden Feste ( Karneval, 1.Mai, usw.) auch jedesmal die Solinger eingeladen. Die Leute, die dort waren, unter anderem auch meine liebe Freundin L. und meine Tochter, fanden es ganz toll und waren beeindruckt. Das Verhältnis zu den ansässigen Bürgern war recht gut.

Inzwischen gab es einen Toten "Bandido", in Duisburg, wo es im Rotlichtmilieu schon immer erbitterte Bandenkriege zwischen den verfeindeten Rockergruppen gibt. Der Täter war ein Höllenengel mit Verbindungen zum Solinger Club.

Nachdem am letzten Wochenende in Duisburg eine Bandido-Kneipe zerkloppt wurde, gab es in der gleichen Nacht einen Anschlag auf das Solinger Clubhaus. Ausgerechnet in die Fenster des Kinderzimmers des 3 jährigen Sohn des Präsidenten wurde mit einer 9 mm Pistole geschossen und eine Handgranate flog ins Wohnzimmer. Zum Glück war das Kind in der Nacht nicht im Haus.

In Solingen fragen sich nun Viele, wie wird es weitergehen? Was wäre gewesen, wenn es an Halloween dort wieder ein Fest gegeben hätte?

Es gibt auch einige Ungereimtheiten. Die Handgranate war nicht explodiert und wurde von der Polzei kontrolliert zur Detonation gebracht. Heute steht in der Zeitung, sie sei mit Zeitungspapier gefüllt gewesen. Ich frage mich nun, wie kann man Zeitungspapier zur Detonation bringen?

Wer mehr wissen möchte kann den Links folgen.


Montag, 2. November 2009

Hier ist Antenne 7, sie sind live im Radio

Also heute morgen sollte ich per Telefon veräppelt werden. Hab sogar auf youtube etwas entsprechendes gefunden.





Ich wusste garnicht, dass es sowas gibt aber im Internet ist scheinbar Alles möglich. Das Telefon klingelt und man wird von einem "Torsten Rosentreter" informiert, man wäre jetzt live im Radio Antenne 7. Jemand der mir nahe stände würde mich grüßen lassen. Ob ich wüsste, wer das ist. Nun hatten die meinen Vornamen aber so verändert, wie mich noch niemals Jemand genannt hat also kam es mir gleich komisch vor. Ich sagte dann immer nur nein. Zum Schluss behauptete dieser "Torsten" eine Antonia hätte mich gegrüßt. Kenn ich aber nicht. Ich glaube, ich habe nicht so reagiert, wie die Sprachbausteine aufgebaut waren und so brach dann Alles ab.

Ich hab dann mal gegoogelt und rausgefunden, dass es sich da um einen Anbieter für Telefonstreiche handelt. marcophono nennen die sich. Man kann aber seine Telefonnummer gegen sowas bei denen dauerhaft sperren lassen. Hier der entsprechende Link.

Es gibt im Internet einige Seiten und Foren, die sich damit beschäftigen. Manche der Angerufenen regen sich furchtbar auf und wollen sogar Anzeige erstatten. Aber irgendwie ist es ja auch ein lustiger Streich. Was mich nun interessiert ist, wem ich so wichtig bin, dass er mir so einen Streich spielen wollte.

Tja, ging ja nun leider in die Hose.

Sonntag, 1. November 2009

Spielmannstraum

Ich habe ein neues Lied für Triskehle geschrieben. Diesmal ist sogar die Melodie von mir, darauf bin ich wirklich stolz.

Spielmannstraum

In einem kleinen Städtchen
durch das der Spielmann kam,
da lebt ein schönes Mädchen,
das ihm die Ruhe nahm.

Er wollte zu ihr gehen
zu schenken ihr sein Herz.
Sie ließ ihn einfach stehen,
er fühlte großen Schmerz.

Refr.
Er weiß nicht ihren Namen,
er weiß nicht ihren Stand.
Kann nur noch an sie denken,
das raubt ihm den Verstand.

Er will ein großer Held sein,
damit sie ihn schaut an.
Drum fährt er in die Welt rein
damit er's werden kann.

Will töten einen Drachen,
doch hat kein Schwert aus Stahl.
Er hat nur seine Lieder,
doch die sind ihr egal.

Refr.
Er weiß nicht ihren Namen....

So macht er sich zum Narren
für dieses schöne Kind.
Will Jahr um Jahr verharren,
bis er sie wieder find.

Ach fänd' er einen Zauber,
der sie ihm eigen macht,
dann wär' er endlich glücklich
weil ihm ihr Lieb' dann lacht.

Refr.
Er kennt nicht ......

Text und Musik: Margo Plag