Samstag, 31. Januar 2009

Kombi-Bad in der Kälte

Heute morgen als ich das erste Mal raus gesehen hab, war ich hocherfreut über den immer noch anhaltenden wunderbaren Sonnenschein. Heute war nämlich mal wieder Infostand für SOLINGEN AKTIV angesagt. Wie jeden letzten Samstag im Monat machen wir seit 5 Jahren bei jedem Wetter für unser Personenwahlbündnis einen Infostand.

Allerdings war es dann heute extrem kalt. Die gefühlte Kälte war mindestens -10° und es wehte ein eisiger Wind. Trotzdem haben wir in 1 Stunde 300 Flyer zum Thema Kombi-Bad verteilt und mit vielen Leuten gesprochen.

Nun zum Thema. Die Solinger große Koalition hatte vor etwa 2 Jahren eine ihrer, wie immer unnützen, großartigen Ideen. Man mache mal eben bis auf 2 alle Schwimmbäder zu und vertröste die Bürger auf ein neues Kombi-Bad. Die Bedenken der Opposition, also vor allem auch uns, das so ein neues Spaßbad zu teuer sein und von den Bürgern auch wegen zu hoher Eintrittspreise nicht angenommen würde, wurden einfach beiseite gewischt. Der damalige Kämmerer Schneider wies öffentlich darauf hin, dass dieses Bad schließlich nicht für die einkommenschwächere Bevölkerung sein. (Dieser Herr Schneider wurde inzwischen wegen seiner Millionenverluste in Derivatgeschäften wegbefördert. Er sitzt jetzt auf einem von 3 Geschäftsführerposten einer städtischen Tochtergesellschaft mit 5 Mitarbeitern. Geschätztes Jahresgehalt: 200.000 Euro)

Nun gibt es in den uns umgebenden Nachbarstädten Remscheid, Wuppertal, Langenfeld und Hilden bereits sogenannte Spaßbäder. Ein Fünftes in Solingen würde sich also wohl kaum rentieren. Aus diesem Grund hat sich in 2 Jahren auch bisher kein Investor gefunden, der das Kombi-Bad bauen will. Einen Bauplatz hat man auch noch nicht. Aber die vorhandenen Bäder bleiben zu. Angeblich wegen Renovierungsstau. Dabei wäre z.B. im Freibad Schellbergtal nur der Posten des Bademeister mit ca. 30.000 Euro/Jahr zu bezuschussen gewesen.

Inzwischen gibt es einen neuen Verantwortlichen in Solingen, den Superdezenernten Feith. Vor einem halben Jahr aus Bergheim zugezogen und mit der Solinger Menthalität und den Gegebenheiten anscheinend garnicht vertraut. Sonst hätte er gewusst, dass die Solinger Bürger sich schwer tun damit, sinnlos Geld auszugeben. Er machte einfach den Vorschlag, mal eben für die Suche nach einem Sponsor 340.000 Euro auszugeben. Davon hätte man Schellbergtal mehr als 10 Jahren offen lassen können.

Ich denke, dass er nach 6 Monaten als Solinger, inzwischen auch OB Kandiat der CDU ist, sich damit ein Eigentor geschossen hat.

Von den 5 bisherigen interessierten Investoren will nur Einer vielleicht bauen. Die anderen wollen nur betreiben. Und dafür erwarten sie städtische Zuschüsse zwischen 600.000 und 2.000.000 Euro. Wie lange hätte man davon wohl die vorhandenen Bäder erhalten können?



Kommentare:

Kessi hat gesagt…

Solingen Solingen, jetzt nach Deinem Post, irgendwas sagt mir das auch in Bezug auf Thermen??

Hexe hat gesagt…

Also Thermen haben wir hier nicht. Nur Stahlwarenindustrie und viele Arbeitslose.

Ulf von Schellenberg hat gesagt…

Auch hier in Essen, mittlerweile seit fast 10 Jahren CDU-regiert, wurden Freibäder geschlossen, angeblich wegen Geldmangel. Ein besonders schönes mit altem Baumbestand, im Norden der Stadt, mit jahrzehntelanger Tradition, wurde danach als Baugrundstück ausgewiesen, dreimal dürft Ihr raten, wer dort zuerst seine Einfamilienhäuser hingestellt hat.
Richtig! CDU-Ratsherren und Frauen! War ja so schön gelegen und billig noch dazu!
In diesem Jahr sind wieder Kommunalwahlen, der bisherige Bürgermeister stellt sich nicht mehr zur Wahl, da er das Rentenalter erreicht hat, ich hoffe, die Bürger haben etwas dazu gelernt!

Kessi hat gesagt…

Ja, aber irgenwas sagt mir Solingen... finde nur den Zusammenhang nicht...

...ich werd mal in mich gehen und wenn ich draufkomme, dann (-; ...